Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Eifelquerbahn (Andernach - Mayen - Kaisersesch - Daun - Gerolstein)
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Saftkutscher
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Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Saftkutscher » Freitag 9. Dezember 2011, 11:01

Laut Volksfreund wirds wohl eine Baustelle ohne Ende, oder wie, oder was??
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 51,2995847

ergänzend noch dazu dieses:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 82,2994314
Meine Frau sagt immer 103 zu mir.
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SST
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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von SST » Samstag 10. Dezember 2011, 20:14

Danke für die Hinweise...ich sage dazu mal besser nichts weiter... :roll:

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kyllbruecke
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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von kyllbruecke » Sonntag 11. Dezember 2011, 23:04

zu dem Thema bin ich auf ein Alternativkonzept zur Reaktivierung der EQB gestoßen, das auf pro-schiene.de (recht versteckt) online verfügbar ist:

http://www.pro-schiene.de/Alternativkonzept.pdf

..., von dem ich persönlich in der dort dargestellten Form nur bedingt etwas halte, da Verkehrskonzepte im ldl. Raum möglichst einfach und unkompliziert sein sollten und dem ein alternierender Betrieb mal mit Bus, mal mit Bahn widerspricht. Die dort gezeigte Buslinie sollte der Ergänzung und Feinerschließung dienen, aber kein Ersatz für einen Zug sein, denn die dort aufgelisteten Argumente für eine Beibehaltung des Busverkehrs und einer nur 2stdl. verkehrenden EQB spielen leider sämtlichen Bahngegnern in die Hände.

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Saftkutscher
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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Saftkutscher » Montag 12. Dezember 2011, 17:17

Was mir aufgefallen ist, ist die Einplanung eines VT98 in den Fahrplan.
Da ist wieder Futter für wilde Spekulationen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt^^
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Heiner Schwarz
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Der Kopf ist rund, damit ...

Beitrag von Heiner Schwarz » Montag 12. Dezember 2011, 20:57

... unser Denken die Richtung ändern kann.

Ob denn der LINT und auch nur in seiner kurzen Form, als S-Bahn-Fahrzeug gebaut (RB 23, RB 25) und mit 3 x 390 kW motorisiert, so dass ganz richtige Fahrzeug für die Eifelquerbahn ist, wage ich zu bezweifeln. Und es soll ja nur so wenige seiner Sorte geben, dass nur 3 Sprinterpaare am Tag gefahren werden können und dann schicken wir extrem teure Züge, die wir nicht haben, als Heckenströfer durch die Eifel ...

Wobei wir zur Quadratur des Kreises kommen

erstens
scheint die Durchbindung Köln - Gerolstein - Eifel für den "Freizeitverkehr" sinnvoll zu sein.
Nur zwingt mich das Dieselnetz 2013 ab Kall in den Ich-halte-an-jeder-Milchkanne-Express, wo ich (oder vielleicht auch andere) gerne durchfahren würde

zweitens
Sprinter (also sinnvoll für Köln - Gerolstein) und Verstärken mehr als Flügeln verträgt sich auch nicht so ganz, weil Verstärken Fahrzeit kostet, die wiederum dem Sprinten widerspricht

drittens
andere Züge fürs Sprinten zu nehmen, um die wenigen LINTs zu schonen, geht auch nicht, weil die Dieselzüge, die ich kennen, können 120 und dies wiederum widerspricht ebenfalls dem Sprinten

drittens Unterpunkt klein Anton
Grundsätzlich könnte ich mir eine außertaktmäßige, nicht schnelle (Höchstgeschwindigkeit), aber flotte (weniger Zwischenhalte) Freizeitverkehrsverbindung mit der besonderen Berücksichtigung des erhöhten Platzbedarfs der Fahrradfahrer, dem Trinkbedürfnis von Kaffeetanten wie mir und, und, und vorstellen.
Nur, die müsste bestellt werden. Und um die bestellen zu können, müsste man Geld haben oder an anderer Stelle Leistungen einsparen. Ich habe weder Spenden noch Streichvorschläge !

viertens
In Dunkeldeutschland, wo man den 120-Minuten-Takt mal als Basis für "Nebenbahnen" ansah, fährt ebendort, wenn überhaupt, der Schaukelbus ...

fünftens
der Bahnhof Kaisersesch erinnert mich eher an Honeckers letzte Rache denn an eine zukunftsorientierte Bahnanlage, in der man durchfahren können sollte ohne durchfahren zu müssen und in der man, wenn man nicht durchfährt, auch am gleichen Bahnsteig umsteigen können sollte (Wobei ich nicht verschweigen, dass ich dafür, wie er heute aussieht, wiederum vor dem Kenntnis des Regelwerkes Verständnis habe)

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von SST » Montag 12. Dezember 2011, 23:47

kyllbruecke hat geschrieben:zu dem Thema bin ich auf ein Alternativkonzept zur Reaktivierung der EQB gestoßen, das auf pro-schiene.de (recht versteckt) online verfügbar ist:

http://www.pro-schiene.de/Alternativkonzept.pdf
Also ganz prima finde ich ja die Fahrt mit dem VT98 um 22:08 h ab Gerolstein nach Daun. Mein Lieblingstriebfahrzeug endlich auch mal zu einer mir passenden Freizeituhrzeit! SUPER! :D

Von meiner privaten Freude abgesehen, frage ich mich allerdings, wer solche "Pläne", die im Abseits jeglicher Realität sind, zusammenbastelt? Absurder geht's nimmer! Für eine Mittsommernachtsfahrt wäre es ja wirklich toll, aber um alles in der Welt: wer soll damit in einer "Dienstagnacht im Februar" durch die Eifel schaukeln (von mir mal abgesehen)?

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Eifelpizzataxi » Freitag 3. Februar 2012, 19:44

Hallo erstmal,

das ist mein erster Beitrag in diesem Forum.

Ich finde das Alternativkonzept garnicht mal so verkehrt. Klar bringt es nichts in der Frühe oder spät Abends einen alten Schienenbus auf die Reise zu schicken, aber an Wochenenden oder zu bestimmten Jahreszeiten (Ferien) Wäre es nicht verkehrt, einige Zugverbindungen durch die roten Brummer zu ersetzen oder nebenbei fahren zu lassen. Auch denke ich, dass ein 2h-Takt auf dieser Strecke sinnvoll ist. Natürlich müsste es zu Stoßzeiten die ein oder andere Verbindung mehr geben aber im Tagesschnitt sollte ein Zug, alle 2 Stunden je Richtung völlig ausreichen. Auf dem Abschnitt Gerolstein-Ulmen fährt ja noch die Linie 500 und für den Abschnitt Ulmen Kaisersesch ist ein 2h-Tkt für die beiden Gemeinden Laubach und Höchstberg ein enormer Fortschritt in Sachen OPNV. Hier fahren nämlich außer ein paar Schulbusse und wenige andere Busse nichts. Vom Wochenende gar nicht zu schweigen.

Ich finde die Reaktivierung, egal wie Sie auch kommen mag, für sehr wichtig und unterstütze dies. Es ist schon Schade genug, dass in RLP die Hünsrückquerbahn zum Hahn sowie die Strecke nach Ochtendung wohl nicht zum Leben erweckt werden. Deswegen sollten wir alles dafür tun, wenigstens unser Stück Infrastruktur und Erbe am am Leben zu erhalten und auf einen vernünftigen OPNV bestehen.

Gruß Tobias

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von kyllbruecke » Freitag 3. Februar 2012, 19:58

Eifelpizzataxi hat geschrieben: Auf dem Abschnitt Gerolstein-Ulmen fährt ja noch die Linie 500 und für den Abschnitt Ulmen Kaisersesch ist ein 2h-Tkt für die beiden Gemeinden Laubach und Höchstberg ein enormer Fortschritt in Sachen OPNV.
Im Regiolinienkonzept für 2015 wird es die 500 auf diesem Abschnitt eben wegen der EQB nicht mehr geben. Die Linie von Cochem nach Ulmen soll dafür über Kelberg nach Adenau verlängert werden.

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Eifelpizzataxi » Samstag 4. Februar 2012, 11:01

kyllbruecke hat geschrieben:
Eifelpizzataxi hat geschrieben: Auf dem Abschnitt Gerolstein-Ulmen fährt ja noch die Linie 500 und für den Abschnitt Ulmen Kaisersesch ist ein 2h-Tkt für die beiden Gemeinden Laubach und Höchstberg ein enormer Fortschritt in Sachen OPNV.
Im Regiolinienkonzept für 2015 wird es die 500 auf diesem Abschnitt eben wegen der EQB nicht mehr geben. Die Linie von Cochem nach Ulmen soll dafür über Kelberg nach Adenau verlängert werden.

Ich bin jetzt einfach mal auf das Alternativkonzept eingegangen.

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Eifelpizzataxi » Dienstag 24. April 2012, 20:39

Gibt es schon irgendwelche Neuigkeiten?

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Saftkutscher » Dienstag 22. Mai 2012, 22:44

nach meinem Wissensstand hat sich bisher nix Neues ergeben
Meine Frau sagt immer 103 zu mir.
Hab zwar nicht das Tempo, aber die Form ist schon mal da

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Saftkutscher » Mittwoch 6. Juni 2012, 08:29

Der Trierische Volksfreund schreibt in seiner heutigen Ausgabe, daß die Reaktivierung der Eifelquerbahn vom Tisch ist.
Der Bericht dazu gibt es hier:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 89,3178611
Meine Frau sagt immer 103 zu mir.
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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Eifel215 » Mittwoch 6. Juni 2012, 20:30

Ein Link zur Beschlussvorlage des Kreistages:

EDIT: Irgendwie hab ich es mit der Gültigkeit von Links... http://ratsinfo.vulkaneifel.de/index.do dort unter Sitzungen nach Kreistagssitzung vom 04.06.2012 suchen.

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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von M&M » Freitag 8. Juni 2012, 16:14

Saftkutscher hat geschrieben:Der Trierische Volksfreund schreibt in seiner heutigen Ausgabe, daß die Reaktivierung der Eifelquerbahn vom Tisch ist.
Der Bericht dazu gibt es hier:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 89,3178611
Hauptsache, dass kein Schienenbus umlaufbedingt zu einer unfotogenen Uhrzeit - und auch noch im Regelverkehr ohne Touristen!!! - über die EFQ fährt. Und wenn die Züge dann weiterhin im Sommer täglich im 2h-Takt bzw. 3h-Takt gut besucht zwischen Gerolstein und Ulmen fahren, dann kann man immerhin beruhigt feststellen, dass es weiterhin kein Mensch riskiert hat einen SPNV mit 2h-Takt zu reaktivieren. Man wird zwar weiterhin in einem Bahnhof in Kaisersesch umsteigen müssen, der erst vor wenigen Jahren für einen Millionenbetragmodernisiert wurde, aber vielleicht wird es dennoch den ein oder anderen Fahrgast beruhigen, der sich dort nach eigenen Angaben nach Honeckers letzter Rache erinnert fühlt, dass er den Bahnhof nur als Fahrgast eines SPNV-Freizeitverkehres nutzt. Kurzum: Wer doch ernsthaft vorschlug die Strecke täglich im SPNV zu bedienen, aber nicht wenigstens einen neuen Kreuzungsbahnhof bauen und dem ein oder anderen Dorf der VG Daun einen zusätzlichen Umsteigezwang ermöglichen wollte, sondern vom Status quo (erfolgreicher Schienenbusbetrieb + betriebsfähige Infrastruktur) ausging, der muss wirklich von der "Bus-Lobby" gewesen sein...
Gruß M&M
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Der Autor dieses Beitages, Michael Müller, gibt offen zu, dass er einer der Autoren des Alternativkonzeptes war, die viel Zeit darin investiert haben, um noch einen anderen als den nun abzusehenden Verlauf der EFQ-Reaktivierungsbemühungen anzuregen und von dem öffentlichen Umgang mit dieser Arbeit in diesem Forum nicht unbedingt begeistert war. Denn es war abzusehen, dass eine Verdopplung der Kosten ohne zusätzlichen Mehrnutzen zu einem ungünstigeren Kosten-Nutzen-Verhältnis führen würde.

Rolf
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Re: Neues zur (Nicht-)Reaktivierung

Beitrag von Rolf » Freitag 8. Juni 2012, 18:10

M&M hat geschrieben:
Saftkutscher hat geschrieben:... Man wird zwar weiterhin in einem Bahnhof in Kaisersesch umsteigen müssen, der erst vor wenigen Jahren für einen Millionenbetragmodernisiert wurde, ...
Nach meinem Kenntnisstand ist es, im Gegensatz zum Reststück Ulmen-Gerolstein, beschlossene Sache, dass die ÖPNV-Bedienung der Strecke von Kaisersesch bis Ulmen verlängert wird, so dass Kaisersesch Durchgangsbahnhof wird. Vor einigen Jahren wurde ja auch der Bahnhof Ulmen modernisiert. Dort wäre dann, wenn ich das alles richtig "abgespeichert" habe, (ab 2015 ?) der neue Übergang zu den Schienenbussen der VEB.

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