Lissendorf jetzt wieder mit Formsignalen | Status historisches Stellwerk

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Carlo Lehman
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Lissendorf jetzt wieder mit Formsignalen | Status historisches Stellwerk

Beitrag von Carlo Lehman » Donnerstag 15. Februar 2018, 09:52

Ein Ortsbesuch in Lissendorf am 14.02. ergab das:

Der Verfall des historischen Stellwerks ist gestoppt. Das Stellwerk ist renoviert.

Seine Außenmauern im Erdgeschoss sind schön gemacht, die Beplankung aus Holz im OG wurde sehr schön aufgearbeitet. Die aus dem OG nach Süden schauenden Fenster mit 180-Grad-Rundumblick sind nach dem historischen Vorbild wieder hergestellt (kleinteilige Fenster mit Holzrahmen, alte Bilder siehe http://www.eisenbahn-stolberg.de/tag/st ... issendorf/), das verwitterte Schild mit der Aufschrift "Lissendorf" in Frakturschrift ist wieder aufgearbeitet. Das Runddach über den Panoramafenstern ist mit einer braunen Plane (Dachpappe?) gesichert.

30 Meter südlich des Stellwerks sind auf dem Gelände ein Doppelfügel-Hauptsignal und ein Vorsignal (Spiegelei) museal aufgestellt.


Die Flügel des Hauptsignals stehen auf Hp2, allerdings ohne den oberen der beiden Flügel. Vielleicht muss der noch aufgearbeitet werden?

Insgesamt sieht das Vorhaben gelungen aus. Das historische Stellwerk wurde behutsam und ohne den oft üblichen Eifelschrott (siehe von Privathand renoviertes EG in Schmidtheim) wieder in einen sehr angemessenen Zustand versetzt und damit als historisches Bauwerk gesichert. Ich kenne die Hintergründe nicht, vermute aber, dass es ein Privatmann mit Unterstützung eines örtlichen Vereins gemacht hat, Infos siehe http://www.team-mit-stern.de/dynamic/pr ... 3_1_start2, das Bild zeigt die beiden Signale, der gezeigte Bauzustand des Stw ist nicht mehr aktuell.

Der/die neuen Nutzter haben ein Kleinod geschaffen, das anzuschauen sich lohnt.

Die Umgebung drumherum ist modernisiert. Die Gitterbrücke, die die Straße über die Bahn führt, ist leider schon lange abgebaut. Ersetzt wurde sie durch eine Hochsicherheitsbrücke aus Beton (von der örtlichen Schmierer-Szene schon in Beschlag genommen) mit Hochsicherheitsleitplanken und Hochsicherheitsgeländer, die auch einen 38-Tonner, der die Brücke mit 120 km/h befährt, vor dem Absturz sichern könnten. Auch der EStw-EInheitskasten, der südlich des alten Stellwerks an den Bahngleisen steht, macht das Ensemble nicht schöner.

Weitere Infos aus diesem Forum zur jüngeren Vergangenheit hier:
https://eifelbahnforum.de/viewtopic.php ... orf#p32006

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