Bahnhof Jünkerath

Eifelbahn Köln-Trier
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Donnerstag 22. Oktober 2015, 00:39

Die Arbeiten zur neuen Personenunterführung sind zur Zeit wohl aus geologischen Gründen ins Stocken geraten. Eigentlich sollte in den Nächten 06.11./ 07.11. und 07.11./ 08.11. die Hilfsbrücke ausgebaut werden. Dazu war geplant, den Bahnhof Jünkerath am 06.11./ 07.11. und 07.11./ 08.11. jeweils von 18:00h bis 06:00h voll zu sperren.
Ob der Termin eingehalten werden kann, steht noch nicht fest.
Gruß aus der Nordeifel!

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Mittwoch 4. November 2015, 16:51

Laut Internet-Auskunft verkehren aufgrund von Bauarbeiten vom 07.11. bis 09.11. jeweils ab 18:00h keine Züge zwischen Jünkerath und Gerolstein. Nach meinen Informationen wurden die Arbeiten jedoch abgesagt. Hoffentlich wird die Auskunft bald wieder entsprechend angepasst.
Gruß aus der Nordeifel!

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Freitag 6. November 2015, 13:35

Die Auskunftsmedien wurden heute morgen endlich wieder in Grundstellung gebracht und der SEV herausgenommen. Ein neuer Termin zur Entfernung der Hilfsbrücken in Jünkerath ist noch nicht bekannt.
Gruß aus der Nordeifel!

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Samstag 9. April 2016, 17:00

Von Freitag, 24.06.2016 14:00h bis Montag, 27.06.2016 04:55h werden die Gleise 1 und 2 in Jünkerath komplett gesperrt.
Es sollen die Hilfsbrücken ausgebaut und anschließend die Gleise gestopft werden.
Schienenersatzverkehr wird zum o.g. Zeitpunkt zwischen Blankenheim(Wald) und Jünkerath eingerichtet.

Quelle: DB Netz AG
Gruß aus der Nordeifel!

Carlo Lehman
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JÜN 21, ehemals Bf. Jünkerath

Beitrag von Carlo Lehman » Sonntag 2. April 2017, 23:34

Hatte heute, Anfang April 2017, Gelegenheit, nach längerer Pause wieder einmal den Bahnhof Jünkerarth in Augenschein zu nehmen. So sieht es dort jetzt aus:

Bahnsteig 1/2
Der Mittelbahnsteig, an dem der Verkehr Köln-Trier abgewickelt wird, ist zu 90 Prozent fertig. Einige Baustellen-Inseln stehen noch. Sitzgelegenheiten befinden sich bislang nur auf dem unüberdachten Teil des Bahnsteigs. Die alte Bahnsteigüberdachung ist abgebaut – eine neue, deutlich kürzere steht fertig. Sie ist deutlich höher als die alte.

Bahnsteig 3
ist ein reines Stumpfgleis. Der Prellbock schließt das Gleis in nördlicher Richtung ab, dahinter verläuft eine Etage tiefer der in diesem Bereich offene Zugang zum Bahnsteigtunnel. Eine technische Möglichkeit, den Prellbck abzubauen und das Gleis wieder in Richtung Norden weiter zu befahren besteht nicht mehr. Keine Überdachung, nur ein Buswartehäuschen.

Beschilderung
Auf den Bahnsteigen wurde ein immenser Schilderwald hochgezgen. Ich zähle allein 22x das Schild Dreieck auf gelbem Grund mit roter E-Lok und einem auf die Schienen stürzenden Menschen. Scheint so etwas zu signalisieren wie "Achtung, schnell fahrende Elektroloks. Passen Sie auf, sonst ist es um Sie geschehen." Überdies 8x das Schild Kreis auf gelbem Grund für "Hier nicht weiter gehen". Die Beschilderung und die Kosten dafür stehen in keinem Verhältnis zur Zugfrequenz und dem Reisendenaufkommen das Bahnhofs. Die Zahl der Schilder ist meist ein Mehrfaches größer als die Zahl der gerade auf dem Bahnsteig befindlichen Reisenden.

Unterführung
Der alte Tunnel unter den Gleisen ist Geschichte. Der neue unterquert nurmehr die heutigen Gleise 1 und 2. Dadurch ist er sehr kurz. Von der Unterführung aus führen eine Treppe und ein Aufzug auf den Bahnsteig 1/2. Noch ist die Unterführung sauber und nicht beschmiert, was an den unter der Woche andauernden Bauarbeiten liegt.

Zugänge
Von der West- und Ostseite gibt es einen stufenfreien Zugang in den Tunnel. Das Gelände drumherum ist auf der Ostseite bereits begrünt. Auf der Westseite ist man noch nicht ganz so weit. Hier ist auch eine neue Buswendeschleife im Bau.

Empfangsgebäude
Im EG ein Büro der Baufirma, die dort noch immer Arbeiten verrichtet. Einen direkten Zugang zu den Bahnsteigen gibt es nicht mehr, weil die gesamte Bahnsteiganlage wegen des neuen Tunnels deutlich nach Süden verschoben ist. Die Bahnhofskneipe ist geschlossen. Andere Nutzungen nicht erkennbar.

Stellwerk Jünkerath-Nord, am ehemaligen Abzweig der Strecke nach Losheim
Die Mauern stehen noch, die Dachabdeckung ist fast komplett weg. Das Gebälk ist noch vorhanden. Das Gebäude aus Backstein ist vollständig dem Verfall preisgegeben.

Rangier- und Gütergleise nördlich des Bahnhofs
Die Gleise liegen größtenteils noch so wie vor 3-5 Jahren, sind allerdings abgeklemmt vom Netz und an vielen Stellen unterbrochen. Hier wird nie mehr Zugverkehr stattfinden. Ziemlich große, ebene Freifläche mit ungewisser Zukunft.

Formsignal und weitere alte Bahntechnik gerettet
Im Ortsteil Jünkerath-Glaadt befindet sich das Gasthaus Glaadter Hütte. Dort auf den Außengelände stehen einige Erinnerungsstücke aus der alten Jünkerather Bahnwelt, u.a. das zweiflügelige Formsignal. Sehr geflegt. Die Glaadter Hütte http://www.glaadterhuette.de/ befindet sich ca. 1,5 km nördlich des Bahnhofs im Ortsteil Glaadt. Vom Bhf aus zu erreichen zu Fuß den Radweg Ri. Norden laufen (er verläuft parallel zum Gleist Ri. Köln und beginnt nörtlich des EG), dieser erreicht nach Unterquerung der Straßenbrücke ein Gewerbegebiet (Aldi, Bäckerei, Kleinbetriebe). An der T-Kreuzung rechts abbiegen (Beschilderung Kylltal-Radweg Ri. Kronenburg), dann sind es noch 150 Meter.

NB: Glaadter-Hütte = Einkehr-Empfehlung. Schöner Biergarten, tolle Speisekarte mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Lecker, definitv eine Alternative zur eifelüblichen Fritten-Schnitzel-Dosengemüse-Küche. Liegt direkt am Bahndam der Strecke nach Losheim.

Gesamteindruck
JÜN 21 wirkt ziemlich bombastisch. Hier wurde mit Maximaleinsatz von Geld, Bauleistung und Material ein ziemliches Monstrum geschaffen. Zur Umgebung des verträumten Eifelstädtchens mit einem Ortskern, der schon bessere Zeiten gesehen hat, passt das nicht. Beispiel: Die Bahnsteigüberdachung wirkt zu hoch und zu massiv. Das Bahnsteigdach wird von doppelten Stützen aus Doppel-T-Stahl getragen. Vergleichbare Bauarten, die deutlich älter sind, kommen mit Einfachstützen aus. Materialverschwendung auf Kosten des Auftraggebers, der nicht so genau hinschaut oder seit 2015 erhöhte Erdbebenrisiken in Jünkerath?

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Montag 3. April 2017, 13:45

Vielen Dank für den aktuellen Zustandsbericht. Es hätte bestimmt auch ne Nummer kleiner und billiger sein können. Das Wärter-Stellwerk Jünkerath-Nord hieß früher Jw (Jünkerath-West). Ich habe es noch im aktiven Zustand erleben dürfen. Es war zum damaligen Zeitpunkt an einigen Stellen schon renovierungsbedürftig.
Gruß aus der Nordeifel!

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Ahrdorfer » Freitag 14. April 2017, 18:14

Die Eisenbahnfreunde Jünkerath sind, wie alle Eisenbahnfreunde in diesem Forum auch, nur Beobachter der Bauarbeiten an der Verkehrsstation Jünkerath. Von daher sind wir als Verein eigentlich nicht betroffen. Der Bericht von Carlo Lehman mit der Überschrift "JÜN 21, ehemals Bf. Jünkerath" ist aus Sicht der Eisenbahnfreunde Jünkerath allerdings in großen Teilen so überspitzt, polemisch und zum Teil unverschämt, dass wir das nicht einfach so stehen lassen wollen. Den Umbau der Verkehrsstation Jünkerath mit Stuttgart 21 zu vergleichen, gehört in die Rubrik Polemik. Als außenstehender Dritter ist es außerordentlich leicht, über viele Details herzuziehen, die aufgrund aktueller Bauvorschriften oder anderer Vorgaben der Bahn bzw. anderer relevanter Institutionen heutzutage nun einmal so ausgeführt werden müssen (Beispiel: Stützen für das Bahnsteigdach). Auch das Erdbebenrisiko fällt wieder in den Bereich Polemik, die sich aus der Ferne leicht streuen lässt. Wer sich regelmäßig in Jünkerath über die Bauarbeiten informiert, weiß, was es bedeutet, sich mit den vielen beteiligten Schnittstellen abzustimmen.... und er weiß auch, mit welchem Engagement sich die vor Ort Verantwortlichen für bestmögliche Lösungen eingesetzt haben und immer noch einsetzen. Diese Mühe hat sich Carlo Lehman offensichtlich nicht gemacht. Wie gesagt: aus der Ferne lästern ist leicht und leider heutzutage auch in Mode gekommen. Viel schwieriger, aber ungleich besser ist es, unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen zu hören, bevor man einen solchen Beitrag schreibt.

Um einen Beitrag zur Versachlichung zu leisten und über Details zu diskutieren, sind wir gerne bereit, einen Termin mit Carlo Lehman und den Verantwortlichen vor Ort zu organisieren. Der Termin kann auch gerne im Eisenbahn-Museum in Jünkerath stattfinden, in dem es übrigens viele Exponate aus der Eisenbahngeschichte von Jünkerath und Umgebung zu sehen gibt.

Manfred Jehnen
1. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

PS1: abseits des Themas Eisenbahn ist die Aussage über die "...eifelübliche Fritten-Schnitzel-Dosengemüse-Küche" schlichtweg unverschämt. Wir wissen ja nicht, wo Carlo Lehman in der Eifel normalerweise essen geht und wir verstehen uns auch nicht als Verteidiger der Eifeler Restaurants, aber in der Region gibt es sicherlich viele Restaurants, die diesem Klischee nicht entsprechen.
PS2: das Formsignal an der Glaadter Hütte wurde übrigens von den Eisenbahnfreunden Jünkerath gerettet und zur Verfügung gestellt.

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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Eifelplaner » Montag 5. Juni 2017, 21:08

Hallo zusammen,
bei meinem Pfingstausflug habe ich mal ein paar Bilder von den Baumaßnahmen am Jünkerather Bahnhof gemacht. Ich denke die Baumaßnahmen sind gelungen. Sicherlich wäre es besser, wenn auch Gleis 3 eine nördliche Anbindung Richtung Köln gefunden hätte. So gibt es leider kein richtiges Ausweichgleich mehr. Ein Fahrstuhl zum Bahnsteigzugang für Gleis 1 und 2 gibts auch.
Dateianhänge
IMG_1294.JPG
Ostzugang mit P&R Parkplätzen
IMG_1282.JPG
Bahnhofsvorplatz und P&R Plätze (Westzugang)
IMG_1283.JPG
Eingang Unterführung
IMG_1287.JPG
Gleis 1 Richtung Trier mit Fahrstuhl zum barrierefreien Bahnsteigzugang
IMG_1289.JPG
Gleis 2 (Richtung Köln) und Stumpfgleis

Rolf
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Rolf » Dienstag 6. Juni 2017, 09:29

Danke für die Fotos. Sieht ja ganz gelungen aus! Was das Stumpfgleis groß bringen soll, erschließt sich mir nicht ganz. Wieder mal an der falschen Stelle gespart?

Lupushortus
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Lupushortus » Dienstag 6. Juni 2017, 10:34

Rolf hat geschrieben:Was das Stumpfgleis groß bringen soll, erschließt sich mir nicht ganz. Wieder mal an der falschen Stelle gespart?
Dient der guten handvoll, hauptsächlich dem Schülerverkehr dienenden, in Jünkerath Kopf machenden Fahrten Richtung Gerolstein. Das Infrastrukturangebot ist sozusagen maßgeschneidert auf die aktuelle Nachfrage. Sollten mal Züge aus der anderen Richtung dort Enden, muss entweder rangiert werden (so es die notwendigen Rangierfahrstraßen überhaupt gibt) oder: Pech gehabt.

rrobby
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von rrobby » Dienstag 6. Juni 2017, 14:25

Ein Fahrstuhl zum Bahnsteigzugang für Gleis 1 und 2 gibts auch.
Der war aber am 30. Mai defekt, zumindest außer Betrieb, als ich den mit vollbeladenem Reisefahrrad nutzen wollte...
Wir alle leben unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont

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bluesbrother
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von bluesbrother » Dienstag 6. Juni 2017, 18:21

Sollten mal Züge aus der anderen Richtung dort Enden, muss entweder rangiert werden (so es die notwendigen Rangierfahrstraßen überhaupt gibt) oder:
Aus Richtung Köln gibt es eine Fahrstraße nach/ bzw. durch Gleis 2 für haltende bzw. ggf. endende Züge.
Gruß aus der Nordeifel!

Rolf
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Rolf » Mittwoch 7. Juni 2017, 07:21

bluesbrother hat geschrieben:Aus Richtung Köln gibt es eine Fahrstraße nach/ bzw. durch Gleis 2 für haltende bzw. ggf. endende Züge.
Was bedeutet das in der Praxis? Ob man das dem Laien mal erklären könnte?!

Lupushortus
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Re: Bahnhof Jünkerath

Beitrag von Lupushortus » Mittwoch 7. Juni 2017, 10:29

Ein Blick auf den Gleisplan (Screenshot von Stredax):
KJU.png
KJU.png (9.55 KiB) 1345 mal betrachtet
Was bluesbrother meint ist, dass man von Signal 91A statt nach Gleis 9101 ("Gleis 1") nach Gleis 9102 ("Gleis 2") gegen Signal 91N2 einfahren kann. Von dort dann entweder via 91N2 wieder zurück auf das rechte Gleis weiter nach Lissendorf ("durch Gleis 2") oder eben via 91P2 zurück nach Kölle.

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