Der fotografische Beifang einer Rhein-Kreuzfahrt -1-

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locotracteur
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Der fotografische Beifang einer Rhein-Kreuzfahrt -1-

Beitrag von locotracteur » Dienstag 14. November 2017, 22:09

Hallo zusammen,

anläßlich einer lokalen Jazz-Veranstaltung im Sommer 2016 hatten wir uns spontan zu einer Jazz-Kreuzfahrt von Köln nach Straßburg angemeldet. Jetzt war es endlich soweit. Am Morgen des 9.11. begab man sich mit Koffern bepackt zur Bushaltestelle. Das Leben auf dem Dorf hat nicht nur Nachteile...Es entspann sich folgendes Gespräch über den Gartenzaun: "Morjen, seider schon widder weg?" Die Absichtserklärung, mit dem Bus zum Bahnhof zu fahren, wurde wie folgt beantwortet: "Ja hätteder wat jesacht, ich kann Euch doch fahren!" Auf diese Weise waren wir deutlich früher in Herzogenrath am Bahnhof, der Fahrkartenautomat spuckte freiwillig eine passende Fahrkarte aus (über 2 Verkehrsverbünde nicht so einfach), so dass wir mit der gerade einlaufenden RB33 schnell nach Aachen kamen.

Die jetzt längere Umsteigezeit ermöglichte es, die Kamera mal in die Runde zu halten. Die 4 Lokgesichter seien hier gezeigt:

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Aus einem nicht sehr sauberen Wagenfenster war die im Stolberg beschäftige 211 345 der Aixrail auszmachen:

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Ich mag den Kölner Hbf gerne wegen seiner Zugdichte und der Parallelfahrten. Es war noch Zeit ohne Ende, so dass noch etwas Auslauf für die Kamera möglich war. Erwähnenswert ist die im Hintergrund rangierende 363 223 und der Oldtimer 420 458, den ich leider nicht besser vor die Linse bekam:

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Nach Einchecken, Bergüßung und Abendessen an Bord gab es noch etwas Zeit vor Beginn des Musikprogramms, die wir auf dem Oberdeck verbrachten.

Am Godorfer Hafen gab es ein beeindruckendes Lichtspektakel im Chemiepark:

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Unbeeindruckt arbeitete ein Schwimmbagger in der Fahrrinne:

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Es wurde langsam kalt auf dem Deck, so dass wir den Tag mit bester Live-Musik bis nach Mitternacht ausklingen ließen. Am nächsten Morgen hatte ich zugegebenermaßen einige Startschwierigkeiten, was ausdrücklich nicht mit dem Rotwein des Vorabends in Verbindung zu bringen war. Da es eh noch dunkel und wolkenverhangen war, gab es die frische Luft erst auf Höhe Bingen / Rüdesheim. Burg Ehrenfels gab einen schönen Hintergrund ab:

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Die Brömserburg musste ebenfalls herhalten:

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Bei Stromkilometer 493 (Ortslage Ginsheim) überraschte diese schwimmende Mühle:

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In Worms gab es wieder Chemie mit Kesselwagen:

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und einige Minuten später zeigte sich der Warenumschlag der RWZ mit sehenswerter Futtermittelfabrik, wo sich 214 006 D-SONRA verdingte:

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In Worms wurden einige Ausflugsteilnehmer an einen Bus übergeben, die in Mannheim wieder zusteigen sollten. Wir blieben an Bord. Leider war es bei Ankunft schon wieder dunkel. Trotzdem nutzte man die Gelegenheit zu einem Stadtbesuch. Einige neidvolle Blicke auf den Stadtbahnbetrieb waren möglich:

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Im Hafenbereich war dieses Motiv eines platzbeschränkten Modellbahners Realität geworden. Schranke vor der Brücke:

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und das Gleiche mit Schienen und Stellwerk hinter der Brücke:

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Nach Rückkehr an Bord widmete man sich wieder den schönen Dingen des Lebens...

Am Samstag-Morgen landeten wir in Kehl. Die beste Eisenbahnergattin von Allen verzichtete erst einmal auf den Landgang, weil sich bei Ihr allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe der am Vorabend genossenen Coktails eingestellt hatten. Ich erbot mich zu Ihrer Entlastung, trotz Regens die Reisemöglichkeit nach Straßburg zu erkunden. Diese meine humane Geste wurde durch die vor dem Schiff rangierende 294 835 honoriert:

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Am Bahnhof parkte 187 123 und es gab bescheidenen Zugverkehr, unter Anderem die Ortenau-S-Bahn:

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Im Hintergrund rangierte 363 196 ebenso emsig wie die 294 hin und her, kam jedoch leider nicht näher:

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Auf dem Bahnhofsvorplatz ergab sich dann die Begegnung mit der Straßburger Straßenbahn:

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Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg nach Straßburg, obwohl es teilweise aus Eimern schüttete. Mir gefällt die Straßburger Straßenbahn mit ihrem futuristischen Design sehr. So etwas hätte man in Aachen auch haben können, wenn man das Projekt einer Straßenbahn realistisch mit möglichst erprobtem Material von der Stange (z.B. wie in der Partnerstadt Reims) aufgezogen hätte. Unrealistische und teure Forderungen und Sonderwünsche unserer Provinzkönige haben das Projekt schließlich ins Abseits befördert. Typisch für Aachen: Alles fordern, letztendlich nix erreichen oder vor die Wand fahren...Nach dem Ausflug in die Heimat zurück zu etwas Schönem:

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Nass, aber wieder einmal beeindruckt von dieser schönen Stadt gab man sich wieder dem Abendprogramm hin.

Teil 2 folgt.

Franz-Josef

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Re: Der fotografische Beifang einer Rhein-Kreuzfahrt -1-

Beitrag von bluesbrother » Donnerstag 16. November 2017, 16:45

Danke Franz-Josef. Weiter so !
Gruß aus der Nordeifel!

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