Schwache Leistung von "Transregio"

Bullay - Traben-Trarbach
Antworten
Rolf
Beiträge: 861
Registriert: Donnerstag 11. Januar 2007, 22:51

Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Rolf »

Während die DB am Tag von "Happy Mosel" großzügig Sonderzüge mit Fahradwagen zwischen Trier und Koblenz einsetzt, fährt "Transregio" zwischen Traben Trarbach und Bullay mit nur einer Triebwageneinheit. Folge: Die Züge sind bis unter die Decke vollgestopft mit Fahrrädern. Um 18.57 Uhr werden alle Fahrradfahrer gen Bullay in Reil stehen gelassen! Schwaches Bild! Warum kann man an so einem Tag nicht mit 2 Einheiten fahren?

Eifelklaro
Beiträge: 81
Registriert: Mittwoch 10. November 2004, 21:17

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Eifelklaro »

Hallo,

dasselbe ist meiner Familie und mir auch passiert, nur 2 Stunden früher, der jüngste war k.o. und wir wollten ab Reil den Zug benutzen. Trotz zu diesem Zeitpunkt 2 Einheiten war der Zug hoffnungslos überfüllt und die genervte Zugbegleiterin musste eine Menge Fahrradfahrer abweisen. Wir mussten also weiter per Drahtesel nach Bullay. Und von dort dann mit der DB weiter heimwärts.
Aber bei der Anfahrt mittags im Bahnhof Wittlich ist folgendes passiert: Im DB-Fahrradwagen gab es keine Ansage, auf welcher Seite der Ausstieg ist. Ich wollte einem älteren Ehepaar beim Aussteigen mit den Fahrrädern helfen. Die Frau ging vor und drückte prompt den Türöffner auf der falschen Seite und war im Begriff auf die Gleise auszusteigen, als Sie merkte, das dort kein Bahnsteig war. Muss die eine Seite des Zuges nicht gegen versehentliches Öffnen zentral verriegelt sein?

Birresborn
Beiträge: 490
Registriert: Samstag 6. Mai 2006, 21:47

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Birresborn »

Bei den n-Wagen gibt es die sogenannte seitenselektive Türsteuerung nicht, da werden die Türen nur gegen ein öffnen während der Fahrt gesichert, bzw. beim Halt dann freigegeben.

Benutzeravatar
Z-Steller
Beiträge: 58
Registriert: Mittwoch 17. Januar 2007, 18:00

Schwach? - Nein, absehbar

Beitrag von Z-Steller »

Rolf hat geschrieben:Während die DB am Tag von "Happy Mosel" großzügig Sonderzüge mit Fahradwagen zwischen Trier und Koblenz einsetzt, fährt "Transregio" zwischen Traben Trarbach und Bullay mit nur einer Triebwageneinheit. Folge: Die Züge sind bis unter die Decke vollgestopft mit Fahrrädern. Um 18.57 Uhr werden alle Fahrradfahrer gen Bullay in Reil stehen gelassen! Schwaches Bild! Warum kann man an so einem Tag nicht mit 2 Einheiten fahren?
Hallo, Rolf!

Es ist natürlich schade, daß Du ein solches Erlebnis hattest. Der Hintergrund ist folgender: gemäß Bestellung durch den Verkehrsverbund fahren wir an den Wochenenden von Freitag, 16:00 Uhr, bis Sonntag, 19:00 Uhr, mit 2 Triebwagen. Freitags nachmittags kommt der zweite Wagen aus Mayen über Andernach/Koblenz, Sonntags abends fährt er wieder zurück. Diese Überführungsfahrten sind zwischen Koblenz und Traben-Trarbach und zurück öffentliche Zugfahrten, stehen also in den Aushangfahrplänen der Bahnhöfe und können nicht nach Belieben verschoben werden. Die Trassen sind fest in das Fahrplangefüge der Moselstrecke eingebunden. Auf deutsch: der Triebwagen muß um diese Zeit zurückfahren, er kann nicht bleiben.

Du hattest das "Pech", ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der Verstärkungswagen gerade weg war, mitzufahren. Eine Veranstaltung wie "Happy Mosel" zieht nun einmal große Publikumsmassen an, auch bei der DB läuft an solchen Tagen nicht alles rund, und es sollte jedem klar sein, daß bei einem solchen nicht alltäglichen Andrang die Züge regelmäßig überfüllt sind. Auch an normalen Sommerwochenenden herrscht manchmal an der Mosel ein reger Betrieb, und unsere RegioShuttle laufen schon einmal über. Sie haben halt nur eine begrenzte Kapazität, die für normale Tage ausreicht, aber nicht für Großveranstaltungen. Und andere Fahrzeuge besitzen wir nicht.

Wenn Du diesem Dilemma ausweichen möchtest, fahre einfach an einem Nicht-Happy-Mosel-Wochenende mit uns - Du (und Deine Familie) sparst den Streß und siehst auch viel mehr, wenn die Massen nicht im Weg stehen :wink:.
************************
Viele Grüße, Reiner

Rolf
Beiträge: 861
Registriert: Donnerstag 11. Januar 2007, 22:51

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Rolf »

Du hattest das "Pech", ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der Verstärkungswagen gerade weg war, mitzufahren. Eine Veranstaltung wie "Happy Mosel" zieht nun einmal große Publikumsmassen an, auch bei der DB läuft an solchen Tagen nicht alles rund, und es sollte jedem klar sein, daß bei einem solchen nicht alltäglichen Andrang die Züge regelmäßig überfüllt sind. Auch an normalen Sommerwochenenden herrscht manchmal an der Mosel ein reger Betrieb, und unsere RegioShuttle laufen schon einmal über. Sie haben halt nur eine begrenzte Kapazität, die für normale Tage ausreicht, aber nicht für Großveranstaltungen. Und andere Fahrzeuge besitzen wir nicht.
Danke für die Erläuterungen. Bisher war ich immer ein großer Freund der "Transregio". Das wurde allerdings stark getrübt. Es ist nun mal so, dass bei "Happy Mosel" sehr viel los ist, und gerade dann kommen Leute, die sonst NICHT mit der Bahn anreisen (geht ja auch kaum anders). Es ist also genau DER Tag, an dem man neue Kunden (Fahrrad-Bahnfahrer) für die Region/die Bahn/Trasregio gewinnen kann. Ein guter Auftritt an genau dem Tag hat mehr Wirkung als jede teure Werbung! Dann kommen die Leute wieder! Und genau an dem "großen Tag" passiert sowas! DAS kann doch nicht wahr sein! Die Bahn (ob TR oder DB) sollte doch alles tun, um sich genau an dem Tag optimal zu präsentieren. TR hat genau das Gegenteil gemacht. Warum auch immer (mir will nicht einleuchten, dass man sich darauf nicht irgendwie durch einen Verstärkungswagen einstellen kann)! Wir waren mit 2x Rhld.-Pf.-Ticket zu 10 Leuten, 8 davon echte "Bahnmuffel", "Selten-Bahn-Fahrer". Nach dem Erlebnis hieß es bei denen, "nie wieder! Nächstes Mal schmeißen wir die Fahrräder wieder in die Autos und fahren damit in die Gegend". Das ist doch das Traurige. Eine verpasste Gelegenheit für TR!

Benutzeravatar
kpo9
Beiträge: 721
Registriert: Mittwoch 10. November 2004, 21:17

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von kpo9 »

Das Problem ist genau wie der Z-Steller es beschreibt. Wenn keine Bestellungen vorliegen wird auch nicht zusätzlich gefahren. Und dabei ist es egal welches EVU (Transregio, DB oder wer auch immer) dort fährt. Der Bürger ist in diesen falle immer der Dumme. Da hilft nur eine Beschwerde beim zuständigen Verkehrsverbund um beim nächsten mal für Abhilfe zu sorgen.

Gruß KPO9
Bild

Rolf
Beiträge: 861
Registriert: Donnerstag 11. Januar 2007, 22:51

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Rolf »

Wenn keine Bestellungen vorliegen, wird auch nicht zusätzlich gefahren
Dann darf ich vermuten, dass die zusätzlichen Fahrten (mit Fahrradwagen) auf der Moselbahn bestellt wurden? Wenn ja, warum wurde dann die Strecke nach Traben Trarbach "vergessen"? Das ist und bleibt mir ein Rätsel!
Da hilft nur eine Beschwerde beim zuständigen Verkehrsverbund
An wen wende ich mich da genau?

Benutzeravatar
Clemens Kistinger
Administrator
Beiträge: 991
Registriert: Mittwoch 10. November 2004, 21:17
Kontaktdaten:

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Clemens Kistinger »

Der zuständige Verkehrsverbund ist der VRT (www.vrtinfo.de), der zuständige Zweckverband (Etage höher sozusagen) der SPNV Nord (www.spnv-nord.de)
Clemens Kistinger
Forenadministration

Sendungen online aufzeichnen und dann herunterladen:
http://www.onlinetvrecorder.com/?ref=904570

Rolf
Beiträge: 861
Registriert: Donnerstag 11. Januar 2007, 22:51

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Rolf »

Mal sehen, was die dazu zu sagen haben. Habe mal geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

Während die DB am Tag von "Happy Mosel" (17.5.2008) großzügig Sonderzüge mit Fahradwagen zwischen Trier und Koblenz einsetzte, fuhr "Transregio" zwischen Traben Trarbach und Bullay am Abend mit nur einer Triebwageneinheit, obwohl gerade am Ende der Veranstaltung immer Massen von Fahrradfahrern mit den Zügen ihre Rückfahrt antreten wollen. Folge: Die dann nur einteilig fahrenden Züge sind bis unter die Decke vollgestopft mit Fahrrädern. Um 18.57 Uhr wurden deswegen alle Fahrradfahrer gen Bullay in Reil stehen gelassen! Die Verärgerung aller Beteiligten war riesengroß! Warum kann man an so einem Tag nicht mit zusätzlichen Einheiten fahren? Gerade die An- und Abreise mit der Bahn ist an diesen Tagen erschwert. Was nützt es, wenn während der Veranstaltung, wenn die meisten Ausflügler sowieso mit dem Rad unterwegs sind, zwischen Trier und Koblenz Sonderzüge verkehren, die nach Ende der Veranstaltung umso dringender gebraucht werden, aber genau dann ausgesetzt werden. Gerade am Abend (18.00 bis 22.00 Uhr ist der Rückreiseandrang sehr groß, und die Züge fahren dann im ausgedünnten Sonntagsbetrieb nach Fahrplan. Welch' eine Fehlplanung! Seit Jahren beobachte ich diese Überfüllung immer wieder! Viele Besucher benutzen die Bahn nur an solchen Tagen. Es wäre also sinnvoll, gerade an diesen Tagen durch ausreichende Kapazitäten Werbung für den Nahverkehr zu machen, um neue Kundengruppen zu erschließen. Stattdessen werden an diesem so werbewirksamen Tag so verhängnisvolle Fehler gemacht wie oben beschrieben. Damit schreckt man gerade diese "Schnupperkundschaft" doch nur ab. Mir ist das völlig unverständlich.

Mein Rat: Verstärken Sie alle Züge bei solchen Veranstaltungen, die als Zubringer VOR und NACH der Veranstaltung genutzt werden. Das kann doch nicht so teuer sein.

MfG
Rolf T.

Benutzeravatar
Jörg Neidhöfer
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch 26. Oktober 2005, 23:26
Wohnort: Zell an der MoZelschleife

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Jörg Neidhöfer »

Clemens Kistinger hat geschrieben:Der zuständige Verkehrsverbund ist der VRT (http://www.vrtinfo.de), (...)
Hallo Clemens,

und da liegt wohl eines der Probleme:
VRT ist für den Bereich zwischen Traben-Trarbach und Reil zuständig.
das VRT-Gebiet endet aber kurz hinter Reil, Bullay liegt bereits im Gebiet des VRM!

So bekommt man auch auf der VRT-Homepage z.B. keine Verbindungspreise für Bahn-Relationen von Reil in Richtung Trier angezeigt. Wohl, weil man über das VRM-Gebiet reisen muss...

Ich frag mich oft, ob es nicht sinnvoller wäre den Bereich Reil - Bullay (sowohl die Bahnstrecke als auch die Busverbindung entlang der Mosel) in beide Verkehrsverbunde aufzunehmen?

Lupushortus
Beiträge: 513
Registriert: Sonntag 8. Mai 2005, 11:02
Wohnort: Düsseldorf

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Lupushortus »

VRT ist für den Bereich zwischen Traben-Trarbach und Reil zuständig.
das VRT-Gebiet endet aber kurz hinter Reil, Bullay liegt bereits im Gebiet des VRM!
Bei dieser Kleinstaaterei bekomme ich die Motten! Als Bewohner von Düsseldorf Süd habe ich hier den gleichen Mist mit der VRR/VRS Grenze. Das gibt es dann den "Kleinen Grenzverkehr", den Übergangs-Tarif, den NRW-Tarif, usw. usw. Wenn ich z.B. von Düsseldorf Innenstadt nach Köln möchte, könnte ich zwar ein Übergangsticket lösen, dabei aber zu viel bezahlen, weil meine Zeitkarte bis Langenfeld gilt. Es gibt da so ein ominöses Anschluss-Ticket, das aber nicht an jedem Automaten erhältlich ist und wenn es vorhanden ist, rückt er es nicht immer raus :-/

Warum macht man mit dem NRW- bzw. RLP-Tarif nicht mal ernst, löst diese Verkehrsverbünde auf, und teilt das ganze Land in Waben. Im VRR kann man für 2,10 ein Zusatzticket zur Zeitkarte kaufen, und damit im ganzen Gebiet fahren, z.B. ins von mir weit entfernte Dortmund. Nach Köln sind dann je nach Automat und Richtung bis zu 8 Euro zu zahlen.

Mit einem Landestarif kann man dann zumindest innerhalb NRWs bzw. RLPs ohne Probleme fahren. Und das Paradies wäre dann, wenn's auch beim grenzüberschreitenden Verkehr was vernünftiges gäbe. Mit Luxemburg scheint das ja jetzt auch zu gehen.

Genug Luft abgelassen, Gruß
Marco

Birresborn
Beiträge: 490
Registriert: Samstag 6. Mai 2006, 21:47

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Birresborn »

Rolf hat geschrieben:
Wenn keine Bestellungen vorliegen, wird auch nicht zusätzlich gefahren
Dann darf ich vermuten, dass die zusätzlichen Fahrten (mit Fahrradwagen) auf der Moselbahn bestellt wurden? Wenn ja, warum wurde dann die Strecke nach Traben Trarbach "vergessen"? Das ist und bleibt mir ein Rätsel!
Ich weiß nicht womit die Transregio gefahren wäre, denn da gibt es doch nix weiter als den Regioshuttle im Fahrzeugbestand, oder irre ich da? Wir werden ja dann sehen womit sich DB Regio nächstes Jahr dort bemühen wird soviel Fahrradplätze wie möglich zu bieten.

Benutzeravatar
Z-Steller
Beiträge: 58
Registriert: Mittwoch 17. Januar 2007, 18:00

Beitrag von Z-Steller »

Viel verständliche Aufregung - es ist scheiße, wenn man JWD in der Pampa stehen bleibt, ich ärgere mich ja auch über sowas - ABER:

Niemals "Bahn" und "Logik" versuchen - es paßt nicht zusammen..... :twisted:



Ernsthaft,

die Probleme von Angebotserstellung / Tarifen / Verbundgrenzen / und / und / und... bestehen schon ewig und 3 Tage, und daran wird sich nichts ändern, solange der deutsche Bürokratismus existiert. Man könnte so viel Sinnvolles machen, wenn man es nur wollte - und genau da liegt der Hund begraben, denn "Bahn" als flächendeckend ausgebautes Verkehrsmittel ist leider Vergangenheit. Demzufolge fehlt an den entscheidenden Stellen eine handlungsfähige Lobby. Der Beschwerdebrief von Rolf wird deshalb auch wahrscheinlich da landen, wo sie alle enden: Ablage "P".


@ Birresborn:

Du irrst nicht, wir haben nur RegioShuttles. Andere Fahrzeuge, speziell Wagenzüge, sind wegen der Bahnsteiglänge von Kövenig auch gar nicht möglich (s.u.).


@ Rolf und kpo9:

Zusätzliche Fahrten sind nicht möglich, weil die Strecke mit einem Stundentakt belegt ist, ohne freie Trassen dazwischen. Der Abschnitt ist eingleisig, gefahren wird im Zugleitbetrieb, und es darf stets nur eine einzige Fahrt in die Strecke eingelassen werden. Kein Hinterherfahren, kein Begegnungsverkehr, kein Zwischentakt - nichts machbar.

Längere Züge scheitern an der Bahnsteiglänge in Kövenig. 50 Meter sind Maximum - das reicht für 2 RegioShuttle. Verlängern ist aus Sicherheitsgründen nicht drin: die Züge halten ja grundsätzlich in Kövenig, und dann müssen alle Fahrgäste aus allen Türen auf den Bahnsteig aussteigen können - ohne in die Böschung zu fallen.
-- dies bitte nicht verwechseln mit Sonderzügen, die ohne Halt bis Traben-Trarbach durchfahren würden - dort ist der Bahnsteig länger. Aber an "Happy Mosel" fahren Regelzüge, und die halten überall; also gibt der kürzeste Bahnsteig der Strecke die höchstmögliche Zuglänge vor --


@ Jörg Neidhöfer und Lupushortus:

Ihr sagt ein wahres Wort - der Tarifwirrwarr spottet jeder Beschreibung. Unsere Zugbegleiterin jongliert bei jedem Fahrkartenverkauf zwischen 3 grundverschiedenen Tarifen und ihren Übergangsvarianten hin und her: VRM (Koblenz), VRT (Trier) und DB-Tarif. Ganz ehrlich: ich möchte diese Arbeit nicht machen, ich würde ausflippen. Vielmehr bewundere ich die Engelsgeduld der Kollegin.


Rolf hat geschrieben:Es ist nun mal so, dass bei "Happy Mosel" sehr viel los ist, und gerade dann kommen Leute, die sonst NICHT mit der Bahn anreisen (geht ja auch kaum anders). Es ist also genau DER Tag, an dem man neue Kunden (Fahrrad-Bahnfahrer) für die Region/die Bahn/Trasregio gewinnen kann.
Das meinst Du doch wohl nicht im Ernst, oder??

Es ist vielmehr genau DER Tag, an dem Leute, die sich viel Ärger ersparen wollen, einen RIESENgroßen Bogen um die Bahn machen, WEIL dann Leute kommen, die sonst NICHT mit der Bahn anreisen - das ist doch schließlich die Garantie dafür, daß das unter seine Lebensfähigkeit hinab ausgedünnte System "Eisenbahn" mit schöner Regelmäßigkeit zusammenbricht. Nein, ich bin kein Bahnhasser, sondern nur Realist. Ich hätte es auch gerne anders.



Derartige überlaufene Spektakel erinnern mich immer an die Mega-Staus auf den Autobahnen zur Ferienzeit. Alles mault und sagt "Niieee wieder" - aber nächstes Jahr, wenn es wieder soweit ist und wenn wieder alle "stauen", "stauen" sie munter mit - weil es so schööön ist... und man nichts verpassen will... was soll man denn erzählen, wenn man heimkommt....???

The same procedure as every year, peoples :lol:

Ich kann nur meinen Rat wiederholen: Meidet einschlägig berüchtigte Großveranstaltungen und fahrt nervenkostümschonend in Schwachlastzeiten mit der Bahn. Dann habt ihr auch Reisequalität und Genuß.
************************
Viele Grüße, Reiner

Rolf
Beiträge: 861
Registriert: Donnerstag 11. Januar 2007, 22:51

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Rolf »

Längere Züge scheitern an der Bahnsteiglänge in Kövenig. 50 Meter sind Maximum - das reicht für 2 RegioShuttle.
Das leuchtet ja auch ein. Und ich habe mir das so auch schon gedacht. Aber warum fährt der TR dann zum Zeitpunkt der "Rückreisewelle" um Gottes Willen (18.57 ab Reil) nur einteilig? Wäre der Zug zweiteilig gefahren, wäre alles glatt gegangen!
Das meinst Du doch wohl nicht im Ernst, oder?? Es ist vielmehr genau DER Tag, an dem Leute, die sich viel Ärger ersparen wollen, einen RIESENgroßen Bogen um die Bahn machen
Der real vorhandene Andrang beweist doch, dass die Leute "happy Mosel" schön finden und eben keinen Bogen um die Gegend machen, völlig unabhängig davon, ob Du persönlich anderer Meinung bist oder nicht. Es ist an solchen Tagen nunmal sehr voll, das ist Fakt, und genau darauf gilt es bahntechnisch klug zu reagieren, ob man die Veranstaltung selbst nun schön findet oder nicht!

(Ich persönlich schätze durchaus die von Dir empfohlene Alternative für einen Besuch an der Mosel. Beides hat seine Vorzüge und Nachteile. Aber darum geht es ja nicht)

Loki
Beiträge: 1
Registriert: Freitag 2. Februar 2007, 18:03
Wohnort: Bei Koblenz

Re: Schwache Leistung von "Transregio"

Beitrag von Loki »

Hallo alle zusammen.

Also Reiner ich muß dich hier ja mal tatkräftig unterstützen. Natürlich sollte man diese wunderschöne Moselstrecke nicht unbedingt an Happy Mosel nutzen,um das Bahnfahren zu genießen.

Happy Mosel bedeutet nach meinen Informationen, dass man mit dem Rad unterwegs ist und nicht unbedingt mit der Bahn. Ich denke die Mitarbeiter egal ob bei DB oder TR tun alles, um soviel Leute wie möglich in die Züge zu bekommen, aber wenn der Triebwagen voll ist, ist er nun mal voll, und wenn ich dann eine Stunde warten muß, dann mache ich das beste draus, denn ärgern bringt nur zu hohen Blutdruck. Die Angestellten machen schließlich auch nur ihren Job und sie sind immer die Dummen, die den Frust der Fahrgäste dann ausbaden müssen, schließlich können sie auch nur mit den Mitteln arbeiten die sie zur Verfügung gestellt bekommen.

So ich mußte mich auch einfach mal zu Wort melden.

Grüße von Loki

Antworten

Zurück zu „Bullay - Traben-Trarbach“