Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Bördebahn (Düren - Zülpich - Euskirchen)
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petermann79
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Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von petermann79 » Donnerstag 4. Oktober 2012, 20:22

... anno 1981.
Interessant, dass es damals schon einen engagierten Bürgerverein gab!

Grüße
Sebastian

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Heiner Schwarz
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von Heiner Schwarz » Donnerstag 4. Oktober 2012, 21:43

Hochverehrte Forengemeinde,
leever Sebastian,

eben dieser Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs Region Düren-Zülpich-Euskirchen ist - buchmäßig - Mitbegründer der IG Rurtalbahn.

Warum ?

Passt op !!!

Ende der siebziger Jahre gab es solchen Ideen wie "betriebswirtschaftlich optimales Netz", die letztendlich die Stilllegung aller Nebenbahn und auch vieler Hauptbahnen bedeutet hätte, weil - das Netz waren nur noch einzelne Kordeln ....

Bonn - Euskirchen und Kall - Trier sollten der Gummibahn überlassen werden.

In Lüdenscheid am Ende der Strecke von Brügge (Westf.), die natürlich als Stichstrecke auch hätte stillgelegt werden sollen, regte sich Widerstand.

http://www.bfs-buergerbahn.de/index.php

Und da die Strecke Euskirchen - Düren auch vor dem Niedergang stand, haben Aktive aus Zülpich eben die Region Euskirchen-Zülpich-Düren des BFS gegründet, um ebenso wie im Sauerland gegen die Streckenstilllegung aktiv zu werden.

Und die Bördebahn hatte damals schon das gleiche Problem wie heute, als kreisgrenzenüberschreitende Verbindung fühlte sich niemand so ganz für sie zuständig ...

Zu den Personen des BFS sind dann auch noch zwei Mitstreiter aus dem Kreis Düren gestoßen.

Im Kreis Düren sah die Sache ein wenig anders aus - dieser verfolgte, angeregt durch die Übernahme der Bundesbahnstrecke Meckesheim - Aglasterhausen 1982, die Übernahme der Rurtalbahn Linnich - Jülich - Düren - Heimbach durch die Dürener Kreisbahn. Hierbei wurde der Kreis vom Land unterstützt.

Nachdem am 01. Oktober 1982 Kohl zum Bundeskanzler gewählt wurde, brach die bis dahin einheitliche Front im Kreis Düren zur Übernahme der Rurtalbahn auf. "Wir bezahlen dieser Bundesregierung nicht die Stilllegung ihrer Bahnstrecken" - polterte der SPD-Unterbezirksvorsitzende (und ab 1984 Dürener Bürgermeister) Vosen ab dann durch den Kreis. Dafür bekam er dann kräftig Zunder von dem BFS ...

Seitens der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands wurde dann für Erhaltung der Bahnstrecken unter Bundesbahnregie geworben.

Diese versuchte Vosen vor seinen Karren zu spannen und gegen den BFS kämpfen zu lassen: " ... die wollen die Strecken zur Kreisbahn ..."

Bei einem Gespräch bei dem frisch gewählten Bürgermeister Vosen, der gleichzeitig forschungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion war, äußerte dieser seine Vorstellungen für die Strecke Düren - Heimbach - dort sollte der Spurbus fahren ...

Den Aktiven vor Ort wurde ziemlich bald klar, dass sie nur gemeinsam siegen konnten und so wurde nachstehende Resolution verfasst:
resolution.pdf
(454 KiB) 115-mal heruntergeladen
und aus der gemeinsamen Resolution wurde mit den Gründungsverbänden

Eifelverein Düren
Bund für Umwelt- und Naturschutz
Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands
Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs

die Interessengemeinschaft Rurtalbahn. Und diese wurde dann später zum gemeinnützigen eingetragenen Verein ....

Eifel215
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von Eifel215 » Freitag 5. Oktober 2012, 15:13

Vettweiß hatte ein Sp Dr L30, interessant! Hat noch jemand ein Baujahr dazu?

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petermann79
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von petermann79 » Dienstag 23. Oktober 2012, 17:48

Ahhhh da isser ja wieder! MarkusF - was habe ich das vermisst, diesen herrlich ehrlichen und unkonventionellen Ton!

Der Ton macht die Musik!

Ich werde hier nichts rechtfertigen.
wenn Du wirklich an der Sache interessiert bist, dann frag die Leute, die für einen Reaktivierung zuständig sind. Denn das Sind nicht die, die Ihre Freizeit opfern, um das Thema überhaupt präsent zu halten.
Ein Verein ist kein Verkehrsverbund und auch ein Eisenbahnunternehmen.
Bist Du schon mal mitgefahren?

Grüße

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petermann79
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von petermann79 » Dienstag 23. Oktober 2012, 20:57

Kindergarten

Wenn Du was wilst

Sebastian Petermann
Mühlenberg 1a
53909 Zülpich
02252/8360123
oder 015773724705

und jetzt bist Du dran!

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Heiner Schwarz
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Beichtspiegel für Verkehrsinitiativen

Beitrag von Heiner Schwarz » Sonntag 28. Oktober 2012, 09:01

Sehr geehrter Herr F.!

Ihre Auflistung Ihrer Erwartungen vom 16. Oktober habe ich gelesen.

Danach musste ich mich fragen, an was mich eine solche Auflistung erinnert. Mir ist eine Check-Liste eingefallen, die bei sich wiederholenden Tätigkeiten abgehakt wird, aber es passte nicht.

Eine „to do-Liste“ könnte es sein, aber eine solche Liste wird häufig und nicht zu Unrecht wie folgt geschrieben: „Tue Du-Liste“…

Die Arbeitsanweisungen sind ja klar zu lesen, da gibt’s nix zu deuteln – da ist einer Cheffe und da gibt’s es für den/die anderen nix dran zu deuteln …

In meinem Horoskop von letzten Montag stand, ich möge meine Chefchen nicht zu sehr vorführen – leider habe ich es erst so gegen halb zehn abends gelesen und hätte es, so ich denn gewollt hätte, gar nicht mehr beherzigen können…
Dafür bekommen die Chefchen aber auch mehr Geld.

Nein, nach langem, langem Überlegen habe ich etwas gefunden, wo mich diese Liste dran erinnert – an einen vorkonzilären Beichtspiegel!

Da war auch aufgeschrieben, was mensch zu tun und vor allem zu lassen hatte, um zum Heil zu gelangen

Ohne hier in eine theologisch-philosophische Diskussion einsteigen zu wollen, sind wir heute so weit, erkennen zu können, dass selbst das Seelenheil nicht mit dem klaren Befolgen oder Nicht-Befolgen von Geboten und Verboten zu erreichen ist, so dass solche für die Erhaltung einer Eisenbahnstrecke wohl erst recht nicht vorgegeben werden können.

Und damit, sehr geehrter Herr F., möchte ich die Diskussion eröffnen dürfen, ob der von Ihnen beschriebene Weg überhaupt gangbar ist.

Da lesen wir: „Eine Eifelfahrt der AKE Eisenbahntouristik am 15. Dezember von Gerolstein nach Aachen führt über Euskirchen und Köln West, aber nicht über Zülpich und Düren. Auf der Seiten der IG Rurtalbahn steht kein Termin. Warum hängt ihr euch nicht da hinein? So von Verein zu Verein?“

Womit fahren die? Mit einer 03! Was ist das? Jedenfalls nicht die E 03, sondern ein Wasserkocher – eine Schnellzugdampflok, die in der einen Richtung ganz schnell, in der andere mit 50 km/h und Tender voraus ganz langsam ist. Und wenn dieser Wasserkocher, um über den Schmidtheimer Berg mit Rauchkammer voraus (und den Sandrohren vor den Treibachsen) zu kommen, in Euskirchen dann nach Düren fahren wollen, was müssen wir dort machen? Richtig, einen Fahrtrichtungswechsel! Und dann gurkt dat schöne flotte Maschinchen hinter seinem Tender langsamst bis Aachen hinterher. Wäre ja bis Düren, mal abgesehen von der Unmöglichkeit, beim Anfahren an vielen der Bahnübergänge nicht sanden zu können, schlimm, aber nicht tragisch. Nur ob dann denn zwischen Düren und Aachen so `ne 50-er-Trasse zu bekommen wäre, wenn Thalys, die REs und die Containerzüge drängeln, mag ich einfach mal bezweifeln. Dann lassen wir die Eisenbahn doch einfach mit der Lok auf dem ganzen Laufweg richtig rum über Köln West fahren, weil den 5-Finger-Kran zum Lokdrehen gibt’s nur für Märklin & Co..

Und weiter lesen wir: „Wo wart ihr eigentlich beim Osterdampf in Gerolstein 2010?“ Nicht da, warum auch. Da haben sich Museums- und Touristenbahn getroffen – bei der Bördebahn geht es um die Reaktivierung einer Bahnstrecke durch die Bestellung von Nahverkehr und nicht um eine Museums- und Touristenbahn.

Und weiter lesen wir: „Wie sieht es mit dem Güterverkehr aus? Die Bördebahn dient doch als Entlastung für den Güterverkehr von Bonn via Köln nach Aachen und zurück?. Wieso fährt da nichts? Warum gibt es keine Aufträge?“ Warum sollte ein Eisenbahn-Verkehrsunternehmen diese Trasse bestellen, wo es zwischen Düren und Euskirchen diverse Bahnübergänge durch Postensicherung zu sichern hätte und sich zwischen Euskirchen und Bonn mal so lange auf Seite stellen darf, bis dann mal der Nahverkehr Feierabend hat. Also, Herr F., die Bördebahn dient dem regionalen Güterverkehr und wir werden weder Ihnen noch der FDP den Gefallen tun, einen von der Infrastruktur her nicht möglichen überregionalen Güterverkehr auf diese Strecke zu ziehen. Weil, dann würde uns und allen die FDP erzählen, dass dort alle sechs Minuten ein 1.500 Meter langer Güterzug mit 160 km/h fahren würde. Irgendwelche (Schein-) Argumente, die gegen die Reaktivierung sprechen, müssen sich ja die Liberalegoisten zusammenlügen ...

Und weiter lesen wir: „Was sagt die örtliche Industrie (nicht die IHK, die ist überflüssig) mit Gleisanschluß zur Bördebahn?“ Ob die IHK überflüssig ist oder nicht, das entscheidet nicht der Herr F.. Und was die örtliche Industrie sagt, sagen wir auch nicht dem Herrn F.. Und wir schreiben es auch nicht in Foren. Weil, es gehört dort nicht hin.

Und weiter lesen wir: „2 Fahrten auf der Bördebahn wurden mangels Nachfrage abgesagt, die Annakirmesfahrt und der Currywursttrip.“ Dafür wurde aber im regulären, vom Zweckverband bestellten Verkehr wie folgt gefahren: http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.ex ... df&orig=ut nicht schlecht …

Und weiter lesen wir: „Gibt es einen Fackelumzug vom Euskirchener Weihachtsmarkt (sofern vorhaden) zum Bahnhof Euskirchen (und zurück)?“ Sehr geehrter Herr F., das müssen Sie mir jetzt mal erklären. Hier im Rheinland gehen Martinszüge so um den 11. November herum. Da „heischen“ oder „kötten“ Kinder im Anschluss Süßigkeiten in der Nachbarschaft. Und was hat das jetzt mit der Bördebahn zu tun?
Gehen wir jetzt singen „… hier wohnt ein reicher Mann, der uns was geben kann.“

Oder meinte Sie einen Fackelaufmarsch mit schepperndem Spiel „… und morgen die ganze Welt.“ So etwas endet – böse.

Als ich mal in LG (Lüneburg) sein sollte, wurde ich zwei Monate später in den Postleitzahlbereich 5 zurückgeschickt.
Das bekommt man nicht, das muss man sich verdienen.
Aber im Land der Osthannoverischen Eisenbahn gibt es viele Strecken, da können Sie, Herr F., genau das tun, was Sie bei uns vermissen.

Ich habe mir sagen lassen, um die Gebirgsbahn der OHE, die Strecke von Lüneburg Süd nach Soltau sähe es nicht ganz so gut aus, eine Stilllegung sei mittelfristig beabsichtigt. Da werden Ihnen doch mit der von Ihnen ins Spiel gebrachten Kompetenz sowohl in fachlicher wie in sozialer Hinsicht die Erfolge nur so zufliegen.
Hiervon werden Sie uns bitteschön berichten und wir werden Ihnen huldigen. Also so huldigen, wie wir Rheinländer nach dem Bölls Hein weltliche Mächte zu huldigen pflegen – wir nehmen sie nicht ernst.

Lassen Sie sich bei Ihrem erfolgreichen Tun nicht durch Forenbesuche im Rheinland abhalten.

Und, für den sicherlich mitlesenden Sebastian. Beim Reisen mit’m Finger auf der Landkarte, enää Suchmaschine bin ich über die Seite der Arbeitsgemeinschaft der Verkehrsamateure Lüneburg gestolpert. Also mit Ausnahme der erikafarbenen Farbe find ich http://www.heide-express.de/index.php/index.html ganz rührig. Sollten wir mal luuren fahren

Und tschüss


Nachsatz: Ich danke der Physikalisch-Technische Bundesanstalt zu Braunschweig für die Illusion der geschenkten Stunde

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SD90
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von SD90 » Sonntag 28. Oktober 2012, 16:42

Schonmal der den Begriff Umstieg gehört? Man steigt in Euskirchen auf den Bördeexpreß um und in Düren wieder auf den Zug der AKE Eisenbahntouristik.
Versteh ich das richtig? Der Zug der AKE fährt dann leer von Euskirchen über Köln nach Düren? Mach Dich doch nicht lächerlich!

Rolf
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Re: Rationalisierungsvorschlag für die Bördebahn

Beitrag von Rolf » Sonntag 28. Oktober 2012, 17:01

Liebe Eisenbahnfreunde,

wäre es nicht sinnvoll, den Streit beizulegen und sich vielleicht bei einem gemütlichen Bier (wieder) zu vertragen und gemeinsame Strategien zu entwickeln, um die Bördebahn wieder "aufs Gleis zu bekommen". Die Bahn hat doch auch so schon zu wenige Fans, und wenn die sich auch noch öffentlich zerstreiten, dann sehe ich absolut schwarz. Ich bitte dabei auch an die Außenwirkung zu denken. Ein Streit, der öffentlich ausgetragen wird, schadet allen Eisenbahnfreunden insgesamt und jeder Gegner wird mit Genuss darauf verweisen, dass man mit einer so zerstrittenen Truppe nichts anfangen und schon gar keine Bahnstrecke reaktivieren kann. Wenn überhaupt eine Reaktivierung sinnvoll ist, dann doch wohl diese Strecke zwischen zwei Kreisstädten! Immerhin gibt es ja eine bestehende (nicht stillgelegte) Bahnlinie; das ist doch eine gute Voraussetzung. Wenn nicht hier, wo dann? Ich fände es gut, wenn sich alle Beteiligten zusammenraufen und an einem Strang ziehen könnten. Den öffentlichen Streit hier finde ich absolut kontraproduktiv im Hinblick auf das gemeinsame (?) Ziel.

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