Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Bördebahn (Düren - Zülpich - Euskirchen)
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Heiner Schwarz
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Und nun in der Lokalzeit Aachen:

Beitrag von Heiner Schwarz » Donnerstag 22. Dezember 2011, 11:02

„Wat dem en se Uhl, iss dem anderen se Nachtigall.“

http://www.wdr.de/mediathek/html/region ... lashPlayer

(können wir uns bis zum 27.12. ansehen)

Mit dem Hinweis auf die Anbindung an die Autobahn, die bekanntlich in West-Ost-Richtung verläuft, sieht das Geschäftsmodell das Freifahren der Nordseehäfen vor – in Düren wird dann auf den LKW umgeschlagen – nach Dresden-Klotsche, Stuttgart-Feuerbach und Neustadt an der Waldnaab.

Also nix mit Hygienepapier aus der Hochkoppelmühle oder Zucker von Pfeifer & Langen auf die Reise schicken und Güter aus und in den Kreis Düren und drummherum in die weite Welt schicken.

Und da die Eisenbahnen das machen, was sie bei dem Seehafenhinterlandverkehr immer machen, pendeln die zwischen Zeebrügge / Antwerpen und Düren – immer hin und her.
200.000 Container (nein, besser TEU) pro Jahr macht an 250 Arbeitstagen 10 Züge á 80 TEUs.
Und diese Menge ist meiner persönlichen Einschätzung nach ein wenig viel mehr als von Düren und drummherum in die große weite Welt versandt oder von dort empfangen wird.

Ob es gut und sinnvoll ist, die Container 30 Kilometer vor dem Kölner Autobahnring auf einen LKW zu stellen, der dann in dem Kölner Autobahnring bei seiner Fahrt nach Neustadt an der Waldnaab selber seinen Beitrag zum Stau leistet, überlasse ich jedem, selber zu beurteilen.

Natürlich sehe ich das Problem der großen Anlagen des Containerumschlags – die müssen große Mengen Umschlag haben, damit sich die teure Infrastruktur (Portalkräne) rechnet und eben deshalb war dem einsamen Containerkran in Aachen West kein allzu langes Leben beschieden …
Damit wird die Dürener Anlage nach Westen ausgerichtet – Verkehre in Richtung Osten und Süden via Eifeltor (o.ä.) soll sie nicht aufnehmen, weil das Umsteigen der Container von einem Zug auf einen anderen bisher nicht funktioniert und rangiert werden soll nicht.

Als bekennender Freund fensterloser Wagen und Beförderungen habe ich noch zwei Links:

http://www.hgk.de/pdf/hafenzeitung/hafe ... -04-11.pdf

http://www.allianz-pro-schiene.de/publi ... ringts.pdf

Vielleicht habt Ihr ja die Zeit zum Lesen, entweder weil das Bäumchen schneller als erwartet in der Senkrechten steht oder aber weil es hoffnungslos ist, ein so schönes Bäumchen ins Lot zwingen zu wollen …

B 1 Waldnaab einmal richtig geschrieben ....

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Heiner Schwarz
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Hier sagt jemand, es würde die Region ...

Beitrag von Heiner Schwarz » Freitag 23. Dezember 2011, 11:37

... segnen:

http://www.aachener-nachrichten.de/loka ... egion.html

Dann wird also künftig der Container nach Neustadt an der Waldnaab den Kölner Autobahnring in einem Straßenhauptlauf bevölkern, anstatt mit der Bahn aus Eisen nach Regenburg zu reisen und dort erst den Straßennachlauf zu beginnen.

Aber, es werden noch Sponsoren (Teilhaber) gesucht ...

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Heiner Schwarz
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Re: Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Beitrag von Heiner Schwarz » Sonntag 8. Januar 2012, 15:18

... auch, wenn ich mir hier wieder selbst antworte ...

Einmal - wir sind dafür, dass wir dagegen sind

http://www.aachener-nachrichten.de/loka ... minal.html

aus dem letzten Jahr und nun die Neujahrsansprache aus dem Erftkreis, pardong - natürlich dem Rhein-Erft-Kreis:

http://www.rhein-erft-online.ksta.de/ht ... 0199.shtml

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petermann79
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Re: Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Beitrag von petermann79 » Sonntag 8. Januar 2012, 16:29

Nach kurzem Studium beider Artikel komme ich zu dem Schluss:
es ist doch alles wie immer ... (ob das dann in Ordnung ist, ist einen andere Frage)

Natürlich schaut man als erstes vor der eigenen Türe, was sich so verändern könnte (Fall Arnoldsweiler).
Und da ist auch direkt eine "böse" Bürgerinitiative, die gegen etwas ist! Es soll ja auch solche geben, die für etwas sind ...ein anderes Thema!
Nun ja jede Sache hat Vor- und Nachteile. Ob man sich freuen würde, wenn in Arnoldsweiler auf der ausgeschilderten Ausweichstrecke für die A4 demnächst noch mehr LKW die kommunalen Straßen kaputtfahren?

Im Rhein-Erftkreis dagegen scheint man sich seiner "Sandwich-Position" zwischen Aachen und Köln eher bewusst zu sein. Wenn mehr Güter von West nach Ost, oder vom Rhein an die Maas oder sonstwo hin wollen, dann hat man die eben auf der Straße (vgl. Fall Arnoldsweiler) oder man bündelt diese Verkehre und Güter in zwei oder mehreren regionalen Terminals und schickt diese auf die Schiene ... von den Nebeneffekten wie der begleitenden Ansiedlung von Speditionen usw mal abgesehen.

Klar muss allen beteiligten nur eines werden: Auf den Straßen wird der Verkehr nicht abnehmen. Egal welches Szenario eintritt (Maya-Kalender?! :lol: ), der Verkehr knubbelt sich jetzt schon! Güter gehören auf die Schiene. Das rein technisch "die letzte Meile" manchmal auch auf Gummirädern geschafft wird, ist leider manchal so.

Achja, da gibt es ja im Tale der Rur noch einen bahnresistenden Industriellen ... in Kreuzau glaube ich?!

Sebastian

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Heiner Schwarz
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Re: Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Beitrag von Heiner Schwarz » Dienstag 22. Januar 2013, 20:35

... hatte ich gelesen, aber noch nicht verlinkt.

Deshalb nun eine ältere Neuigkeit:

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... f-1.489660

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Zavelberg
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Re: Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Beitrag von Zavelberg » Sonntag 24. Februar 2013, 00:40

Hei,

mal wieder die Bürgerinitiative, die man mal positiv aber auch negativ sehen kann:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regio ... lashPlayer

Bitte Beitrag Containerterminal Düren auswählen, Direktlink kriege ich irgendwie nicht hin :evil:

Gruß aus der Voreifel

Ralf

Lupushortus
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Re: Rurtalbahn will Container-Terminal bauen

Beitrag von Lupushortus » Sonntag 24. Februar 2013, 19:06

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Glauben die Leute eigentlich, die Arbeitsplätze regnen vom Himmel?!

Hier in meinem Dorf das gleiche. Hier wird nämlich über einen Wasser-Schiene-Straße Terminal diskutiert (D-Reisholz), und schon kommen die Bedenkenträger. Oder Anbindung des Eis-Stadions mit einer Straßenbahnlinie. Ein Schrebergärtner, der umgesiedelt hätte werden müssen stand quasi mit der Mistgabel auf seiner Parzelle. Und so verflossen die Jahre und nichts passiert. Armes Land.

Viele Grüße
Marco

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Heiner Schwarz
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AUS die Maus,

Beitrag von Heiner Schwarz » Samstag 6. Juli 2013, 20:43

... oder, die Kiste für Neusatdt an der Waldnaab bleibt jetzt bis Regenburg auf der Eisenbahn und wird nicht in Düren auf den LKW umgechlagen.

Denn

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/ ... s-1.611163

Und das Ganze zieht sich seit August 2008, wo der Rurtalbahnmanager Sprechblasen blasen, die letztendlich nicht belastbar waren.

Dem Heiner persönlich - nicht dass man mich jetzt mit der IG Rurtalbahn oder der dem Arbeitskreis Bördebahn in Verbindung bringt, für die ich nicht spreche - passt diese Konzept mit der Hafenleerfahreisenbahn nicht, weil deren Hauptziel nicht die Verkehrsverlagerung auf die Schiene ist, sondern das Freifahren der bedrängten Häfen. Die Umschlagmengen des Umschlagbahnhofs waren ein Vielfaches, was die Dürener, Euskirchen und Erftkreiser Industrie verarbeitet und produziert, so dass von mir immer der berühmte Container nach Neustadt an der Waldnaab eben jene Funktion des Ubfs beschreibt, die ich eben gerade nicht möchte.

Bezeichnend finde ich an der ganzen Diskussion im politischen Raum, dass sich niemand vom Verstand her mit der - m.E. wenig sinnvollen - Funktion des Ubfs an sich, sondern mit einem Verkehr durch Arnoldsweiler und Merzenich beschäftigt hat, der dort niemals herflließen wird, weil die LKWs eben direkt von der Tagebaurandstraße auf die A 4 gefahren wären (weil, die wollen ja nach Neustadt an der Waldnaab ....).

Dann wollte man Umschlagbahnhof und Logistikflächen trennen - den einen an der Bahnstrecke nach Köln, die Logistikflächen hingegen im Gewerbegebiet Großen Tal und hierüber die Umgehungsstraße für Arnoldsweiler bekommen.

Und die Rurtalbahnmanager haben auch vergessen, dass man Freude braucht ...

Und wer in der Porzellanabteilung sprechgehindert sein sollte, weil es ihm dünkt, etwas besseres zu sein und/oder weil es für ein ungeplantes "Guten Tag" keine Kostenstellen gibt - bitteschön ...

Und so bleibt im Kreis Düren der regionale Güterverkehr auf der Strecke oder besser, nein schlechter, auf der Straße - Hochkoppelmühle, Pfeifer & Langen und SIG Combiblock - viel zu kompliziert für Global Player

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Logistik in der Region - ab sofort in Weisweiler / Inden /Stolberg

Beitrag von Heiner Schwarz » Sonntag 19. Juni 2016, 13:46

Bei dem Driss-Wetter bin ich über nachstehendes Papier aus dem Kreistagsinformationssystem des Kreises Düren gestolpert, dass unter der Überschrift

Masterplan für das Industriedrehkreuz Weisweiler-Inden-Stolberg
Handout.pdf
(501.29 KiB) 53-mal heruntergeladen
nun Altes neu beschreibt.

Ein Güterverkehrszentrum in Düren war dort auf Grund des Streites zwischen der Kreis-CDU dafür und der Stadt-CDU dagegen nicht an der Hauptstrecke unterzubringen. Inhaltliche Fragen zum Sinn und Zweck des GVZ hätten die beiden politischen Verbände überfordert

Nun ist die potentielle Anlage in die Region Weisweiler umgezogen, wo wir in Stolberg entweder Flächen an der Hauptbahn, aber keinen Autobahnanschluss oder in Weisweiler / Inden Flächen an der eingleisigen Nebenbahn in hoher Nahverkehrsauslastung und topgraphisch nicht ganz einfacher Trassierung finden.

So viele Gedanken, um den Container nach Neustadt an der Waldnaab hier in der Region anstatt in Nürnberg oder Regenburg umsteigen zu lassen

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