2015er Fahrplan ist online

Voreifelbahn (Bonn - Rheinbach - Euskirchen)
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mcbain
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von mcbain » Mittwoch 15. Oktober 2014, 09:33

aldiator hat geschrieben:Ist jemandem von Euch eine Stelle bekannt wo man sich über den neuen Fahrplan beschweren kann?
Direkt beim NVR bzw. VRS (Besteller). Wobei ich nicht weiss ob man bzgl. des neuen Fahrplans da jetzt schon was erreicht, schliesslich wurde er noch nicht einen Tag gefahren. Hoechstens wegen konkreter Anschluesse die nicht mehr passen.

Aber ich habe so langsam auch die Faxen dicke und werde mich, wenn noetig, taeglich beim NVR beschweren. Ich moechte nochmal vor Augen fuehren, auch dir DER PLANER, das hier tagtaeglich zahlende(!) Kunden(!) verprellt werden. Auch wenn dich das in deiner Funktion wahrscheinlich nicht weiter "kratzt", sollte man schon auf berechtigte Beschwerden der Kunden eingehen (natuerlich nicht hier, das ist klar). Aber ich finde es wichtig mich hier mit (Mit-)betroffenen auszutauschen. Auch wenn ich deine Haltung verstehen kann, weil du nunmal eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge hast, wir als Kunden nehmen das halt meist anders wahr und sollten schon Beachtung finden. Schliesslich will man ja durch die neuen Haltepunkte auch neue, potentielle Kunden gewinnen. Bei der aktuellen Lage bzw. der Fahrplanung in naher Zukunft sehe ich da allerdings schwarz.

Und nur so nebenbei: Auch heute ist auf einem Umlauf nur ein Solo-644 unterwegs. Auf einem der Verstaerker laeuft ein(!) 622 - ergo gerade mal 180 Sitzplaetze. Das waren mal 2x644 mit ca. 320 Sitzplaetzen. Das kann doch wohl nicht im Sinne des Erfinders sein? Ueberall liesst man von Verbesserungen an Strecke und Zuegen, und dann kommen mit den neuen Fahrzeugen Verspaetungen und sogar weniger Kapazitaten als vorher. Man kann die Kunden auch wirklich fuer Dumm verkaufen... Fuer mich ist das auf jeden Fall Grund zur Beschwerde.
Bonner Bahner hat geschrieben:Und dann kam der Lint. :? Was mich dabei schon immer verwundert, ist, dass die Probleme des Lints in der Öffentlichkeit höchstens ansatzweise dargestellt werden.
Der NVR hat sich hier
(bitte selber einfuegen, Link geht hier im Forum kaputt) mal zu den Problemen auf der Eifelstrecke erklaert. Allerdings da noch nicht zum Lint weil noch nicht im Einsatz.

aldiator
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von aldiator » Mittwoch 15. Oktober 2014, 10:24

mcbain hat geschrieben:
aldiator hat geschrieben:Ist jemandem von Euch eine Stelle bekannt wo man sich über den neuen Fahrplan beschweren kann?
Direkt beim NVR bzw. VRS (Besteller). Wobei ich nicht weiss ob man bzgl. des neuen Fahrplans da jetzt schon was erreicht, schliesslich wurde er noch nicht einen Tag gefahren. Hoechstens wegen konkreter Anschluesse die nicht mehr passen.

Aber ich habe so langsam auch die Faxen dicke und werde mich, wenn noetig, taeglich beim NVR beschweren. Ich moechte nochmal vor Augen fuehren, auch dir DER PLANER, das hier tagtaeglich zahlende(!) Kunden(!) verprellt werden.
Erst einmal ein Danke für die Rückantwort.

Ich denke an dieser Stelle kann es sinnvoll sein sich zusammen zu tun. Dafür könnte man unter Umständen auch bereits hier im Forum einige Leute zusammentun und einen eigenen Thread erstellen. Es gibt denke ich hier im Forum, den ein oder anderer Eisenbahnfan, den so etwas nicht interessiert und/oder auch nicht betroffen von den neuen Fahrplänen ist.
Und nur so nebenbei: Auch heute ist auf einem Umlauf nur ein Solo-644 unterwegs.
Das ist mittlerweile jeden zweiten Tag der Fall. Auch auf der Voreifelbahn und auch beim RE-22 / RB-24. Ich frage mich wo die ganzen Talents hin sind, da ja die Talente von der RB-25 jetzt zur Verfügung stehen sollten.
Die Bahn hat ein Talent(, um) zu spät zu kommen!

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mcbain
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von mcbain » Mittwoch 15. Oktober 2014, 10:28

aldiator, du hast Recht. Ich wollte es nur kurz im Zusammenhang mit den Beschwerden zum NVR erwaehnen, aber die ewig waehrende Diskussion ueber kurze Zuege, Verspaetungen, etc. hat hier in der Tat nichts verloren. Lasst uns hier wieder zurueck zum neuen Fahrplan 2015 kommen.

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Heiner Schwarz
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Ich möchte den Der PLANER

Beitrag von Heiner Schwarz » Mittwoch 15. Oktober 2014, 12:19

freundlich bitten, von der Rückwand seines Büros die Karikatur der sechs Phasen der Planung abzunehmen, einzuscannen, hier noch die hier erwünschte orientalische Erweiterung aus Tausendundeiner Nacht oder vielleicht akteuellem Erleben
aldiator hat geschrieben:Ich hoffe, dass an dieser Stelle Köpfe rollen …
einzufügen und dann unten anzuhängen

Die Überlegungen, den Fahrplan auf Grund der Haltezeitproblematik des Ausschreibungsfahrzeuges strikt an der Entflechtung in Bonn auf eine Bahnsteigkante auszurichten, waren halt zu früh.

Der zuerst angedachten Fahrplan mit dem Versuch von überschlagenen Wenden in Bonn, der zwischenzeitlich mal in den Zeitungen der Region erwähnt wurde, hätte zuerst einmal gefahren werden müssen, mit seinen Bahnsteigwechseln und seinem voreinanderherkreuzen in Bonn und mit Verspätungsverschleppung aus Anschlussaufnahmen immer vor die Eingleisigkeiten.
Und mit seinem wunderbaren und alle zufrieden stellenden Anschlüssen, die ja auf dem Papier stehen.

Was wir hier erleben, ist nicht neu

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste, hat ein kluger Mensch in China vor ein paar tausend Jahren gedacht und zu Protokoll gegeben.

Dann , nach der Erfahrung, hätte der jetzige Vorschlag aus der Versenkung geholt werden sollen (von wem eigentlich, die dann alle vorher geköpft wurden ….) und dann wären diese als - wenn auch kopflose - Heilsbringer bejubelt worden.

In Bonn ist nicht mehr als eine Bahnsteigkante möglich (und immer so und nicht anders geplant worden) und daraus ergeben sich Fahrplanscheren auf der Strecke, die eben vor Witterschlick, zwischen Kottenforst und Meckenheim und vor/in Rheinbach sowie in Odendorf kreuzen. Mit zwei Bahnsteigkanten könnte es eine Kreuzung zwischen Witteschlick und Kottenforst geben, die aber zwangsläufig und gleichzeitig eine weitere Kreuzungsmöglichkeit zwischen Rheinbach und Oderdorf erfordert.

Auch ich bin ein Freund eines REs, nur wird es nicht damit getan sein, einen der Züge nur viermal zwischen Bonn und Euskirchen halten zu lassen, da bekämen nämlich alle anderen Halte entweder ständig (Odendorf und Kuchenheim) oder in der Normalverkehrszeit (die zwischen Bonn und Rheinbach) einen Stundentakt. Und bei den letztgenannten wird es einen dollen Hinkeltakt 15 – 30 – 15 in der HVZ geben). Da wird man schon klüger überlegen müssen …

Ich kenne noch eine Eisenbahn, bei der einerseits das „Türproblem“ nicht in dieser Form aufgetreten wäre, weil man sich den scheinbaren Luxus von Bundesbahn-Zentralämtern geleistet hat, bei denen überschaubare Fahrzeugbaureihen entwickelt und erprobt wurden. 1993 hat es eine Entscheidung gegeben, die diese Situation verändert hat. Nun werden halt „Ausschreibungsfahrzeuge“ betrieblich hier geeignetere ablösen. Alle wollten die Bahnreform und nun dürfen wir Vor-und Nachteile erleben und erfahren ....
Bonner Bahner hat geschrieben:Für die Zukunft heißt es nun, schnellstmöglich die Elektrifizierung zu erreichen und neue, S-Bahn-taugliche Züge einzusetzen, damit die Bezeichnung "S-Bahn" ihren Namen dann auch verdient.
Auch wir werden jetzt Etikettenschwindler erleben dürfen, die die Voreifelbahn zur S-Bahn befördern möchten, damit diese linksrheinisch bekommen, was ihnen rechtsrheinisch mit ihrer „An Bonn vorbei-Bahn“ zeitnah nicht gelingt.

Ich werde jedoch, solange dieser Bahn das Wichtigste fehlt, immer ein kleines s schreiben – s 23 halt …

http://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn

Die S-Bahn unterscheidet sich von herkömmlichen Angeboten des SPNV in der Regel durch:

einen Taktfahrplan mit dichter Zugfolge und ausgedehnten Betriebszeiten,
vergleichsweise geringen Haltestellenabstand, sowohl gegenüber der Fernbahn als auch gegenüber dem Vorläuferverkehr,
• ausgeprägte Vernetzung mit den übrigen Verkehrsmitteln im Öffentlichen Personennahverkehr,
besondere Triebzüge, die für hohe Beförderungsleistungen (elektrischer Betrieb, hohe Beschleunigungswerte, reduziertes Sitzplatzangebot, relativ geringer Fahrgastkomfort) und schnellen Fahrgastwechsel (viele und breite Türen) konzipiert sind,
üblicherweise barrierefreie und großzügig dimensionierte Zugangsanlagen für den stufenlosen und damit möglichst schnellen Fahrgastwechsel auch bei hohem Verkehrsaufkommen,
insbesondere bei stark befahrenen Streckenabschnitten auch durch gesonderte Trassierung, manchmal auch in Verbindung mit abweichender technischer Infrastruktur (Stromversorgung oder Zugsicherung),
• eigener, gegenüber der Fernbahn abgegrenzter Betriebsorganisation,
• zumindest in Deutschland besondere, abweichende rechtliche Regelungen in der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Bauwerke und Fahrzeuge von Stadtschnellbahnen,

[...]

Hinsichtlich der Abgrenzung zur herkömmlichen Eisenbahn sind aber nicht immer alle Merkmale mit der gleichen Konsequenz umgesetzt. Insbesondere in Gebieten mit erheblichem Investitionsstau in die Schieneninfrastruktur kann es vorkommen, dass bis auf den Markennamen praktisch gar keine der genannten Merkmale anzutreffen sind. Hier spielt vor allem die politische und öffentliche Wahrnehmung des Angebots als modernes Verkehrsmittel eine Rolle, und nicht die tatsächliche Verbesserung desselben gegenüber dem Vorläuferverkehr.


Damit ist ein ganztägiger 20 Minuten S-Bahn-Takt Bonn - Rheinbach mit stündlicher Verlängerung nach Euskirchen hinzubekommen, der von einem im Stundentakt fahrende RE von irgendwo über Euskirchen - Euskirchen-Kuchenheim - Swisttal-Odendorf - Rheinbach - [wie auch immer] - Bonn überlagert wird. Aber hierzu müssen die Zugkilometer-Kosten durch die elektrische Traktion zumindest für die S-Bahn massiv gegenüber dem Dieselbetrieb gesenkt werden.

Aber, wo sind die Freunde und Förderer eben jener Elektrifzierung

B 1 = Zitat richtig zugeordnet, man sollte sehen, was man die Maschine machen lässt ....

B 2 = in der Normalverkehrszeit statt in der Hauptverkehrszeit

B 3 = 2. Zitat auch richtig zugeordnet
Zuletzt geändert von Heiner Schwarz am Mittwoch 15. Oktober 2014, 17:52, insgesamt 3-mal geändert.

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mcbain
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von mcbain » Mittwoch 15. Oktober 2014, 12:31

@Heiner Schwarz: Die Ausage bzw. das Zitat mit den "Köpfe rollen" stammt nicht etwa von mir, sondern von aldiator. Eigentlich bin ich nich so pingelig, aber wenn moechte ich schon richtig zitiert werden - nur der Richtig- und Vollstandigkeit halber. Danke & nichts fuer ungut.

Lemkovic
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von Lemkovic » Mittwoch 15. Oktober 2014, 16:32

@Heiner Schwarz: der kluge Satz zur Elektrifizierung stammt vom Bonner Bahner, nicht von mir, ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken.

Aber der Chinese hat Recht: Die Erfahrung der neuen Anschlüsse wird bitter werden... :wink: :mrgreen:

Talent78
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von Talent78 » Freitag 17. Oktober 2014, 01:50

Ich kann den Ärger nachvollziehen, insbesondere, da hinsichtlich Strecke und Fahrzeugen jahrelang ein anderer Eindruck erweckt wurde und da auch nur vor dem Hintergrund dieser Zusagen die millionenschweren Investitionen zur Beschleunigung (d.h. außer den vier neuen Haltepunkten) überhaupt Sinn machen und man ansonsten haufenweise Steuergelder hätte sparen können. :evil:
Da aber schon viel gesagt wurde, versuche ich das Positive zu sehen, nämlich dass dieser Fahrplan wahrscheinlich verlässlicher laufen wird und mehr Anschlüsse tatsächlich herstellen wird.

a) neue Gestaltung der Verknüpfung/Kreuzung in Euskirchen von/nach Bonn und Bad Münstereifel durch die Änderung der Richtungsstrecke Bad Münstereifel -> Euskirchen.
Züge in dieser Relation verkehren zukünftig offenbar ca. 4 Minuten später (längere "direkte" Wende in Münstereifel), und erreichen Euskirchen zukünftig so, wie bisher der Zug aus Bonn/Kuchenheim ankommt. Umgekehrt ist die zukünftige Ankunft des "Bonners" schon dann, wie bisher der "Münstereifeler" ankommt. Es handelt sich also um einen Tausch der Einfahrten beider Streckenäste! Dadurch wird (die unveränderte Gleisbelegung unterstellt) erstmals überhaupt ausgenutzt, dass der Anschluss am gleichen Bahnsteig [2/3] nach Köln kürzer gestaltet werden kann, während aus Richtung Bonn und weiter in Richtung Köln die Umsteigezeit mit Treppenbenutzung bisher schon planmäßig eng ist (vom Weitertragen von Verspätungen bis Kalscheuren/Köln gar nicht zu reden).
b) die spätere Abfahrt in Euskirchen nach Bonn (Anschlussaufnahme Eifel) und die Überschneidung der Umläufe in Bonn Hbf.
Damit gibt es zukünftig in Bonn Hbf, in Euskirchen, von und zurück nach Bonn, sowie Wendezeit in Richtung Bad Münstereifel und in Bad Münstereifel keine direkten oder knappen Wendezeiten mehr und eine Entspannung an den eingleisigen Abschnitten.

Da insgesamt aber auch bei mir die Enttäuschung über diesen "lahmen" Fahrplan überwiegt (z.B. Bad Münstereifel -> Euskirchen -> Bonn braucht man über Kalscheuren, also bis an die Stadtgrenze von Köln, mit Umstieg auf die MRB, also 2x RB und keinem RE nur 5 (!) Min. länger; zurück 6 (!) länger/früher :shock: Als sei der schönere Anschluss auf die MRB von/in Richtung Süden eine Zielplanung für die Voreifel :lol:), bin auch ich nun, was ich aufgrund der Kosten-Nutzen-Relation bisher immer für unrealistisch gehalten habe, für einen "Voreifel-Sprinter", also einen "RE 23" als 3. bzw. 5. Zug pro Stunde, der Bad Münstereifel - Euskirchen wie bisher bedient (alle Halte, Bimmelbahn, von mir aus ohne jede Aussicht auf Beschleunigung durch technische Aufrüstung), der aber im Abschnitt Euskirchen - Bonn möglichst beschleunigt, also mit möglichst wenig bzw. gar keinem Zwischenhalt (was sicher auch ab/bis Euskirchen gerne genutzt würde, s.o.) verkehrt und der
- entweder Anschlüsse mit den "Eifel-Sprintern" RE 12 in Euskirchen herstellen könnte
- oder ('und' wohl nicht möglich wegen zuvor) sich eines hoffentlich nicht mehr allzufernen Tages "übers Dreieck" mit der "Bördebahn" in Euskirchen nach folgendem Schema abwechseln könnte:
Bad Münstereifel -> Düren; Düren -> Bonn; Bonn -> Bad Münstereifel (Takt 1);
Bad Münstereifel -> Bonn; Bonn -> Düren; Düren -> Bad Münstereifel (Takt 2; jeweils drei Umläufe Gleise 3, 4, 5; usw.)
Die dolle S-Bahn könnte dann im regelmäßigen 20- oder 15-Minuten-Takt fahren, wie sie lustig wär.

Vielleicht nur ein Traum. Aber neuerliche Millionenbauten (Zweigleisigkeit Witterschlick - Kottenforst in schwierigem Gelände und/oder Rheinbach - Odendorf, auch wenn man sich selbstverständlich eine schöne Überleitstelle mit Haltepunkt am BÜ Oberdrees vorstellen könnte) dürften noch reichlich weiter entfernt liegen.

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von DER PLANER » Freitag 17. Oktober 2014, 21:37

Ich hoffe nur sehr, dass es keine ständigen fahrzeugseitigen Ausfälle gibt.
Ansonsten sollte der neue Fahrplan, der sich optimal an der neuen Infrastruktur orientiert, sehr stabil laufen. Wir werden sehen...

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von Betamax » Freitag 17. Oktober 2014, 23:50

Wird denn ab Fahrplanwechsel wirklich alles auf LINT umgestellt, so wie es geplant war? Oder verzögert sich das weiter?

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von DER PLANER » Samstag 18. Oktober 2014, 07:27

So ist es vorgesehen.

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von Nebenbahner » Samstag 18. Oktober 2014, 22:47

DER PLANER hat geschrieben: Ansonsten sollte der neue Fahrplan, der sich optimal an der neuen Infrastruktur orientiert,...
Würde man nicht so an der Infrastruktur geizen und wäre man ein kundenorientiertes Unternehmen, dann würde sich der Fahrplan auch an den Bedürfnissen (Anschlüsse, etc.) der zahlenden Fahrgäste orientieren.

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von DER PLANER » Samstag 18. Oktober 2014, 23:00

Die Einrichtung der eingleisigen Abschnitte vor über 50 Jahren haben andere entschieden.
Der Ausbau ist dagegen heutzutage leider schwierig, selbst wenn das Geld zur Verfügung steht. Der jetzt vollzogene Ausbau zwischen Bonn-Duisdorf und Witterschlick erforderte ein Planfeststellungsverfahren mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Zu beteiligen waren Anwohner, Grundeigentümer, Träger öffentlicher Belange usw.
Mit der im Dezember festiggestellten Infrastruktur muss man erstmal auf absehbare Zeit zurechtkommen. Da nützt kein Lamentieren!

Welche Anschlüsse soll man berücksichtigen? Die in Euskirchen oder die in Bonn. In Bonn die Anschlüsse an den Fern- oder an den Nahverkehr? Alles geht leider nicht. Irgend jemand wird immer unzufrieden sein, vor allem, wenn 4-Minuten-Übergänge verlangt werden, die immer funktionieren.

Wir haben mit dem neuen Fahrplan zumindest ganztags, d. h auch außerhalb des 15-Minuten-Taktes brauchbare Anschlüsse an den Nahverkehr sowohl in Bonn als auch in Euskirchen. Längere Fahr- und Wendezeiten werden mehr Stabilität bringen.

_Peter
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von _Peter » Montag 20. Oktober 2014, 20:31

Auf den Abschnitt Witterschlick - Bonn HB gehört ein 20-min-Takt. Diesen jedoch - das größte Manko am 20-min-Takt überhaupt, kann man aber nicht aus einem 30-min-Takt ableiten (oder man müsste 10-minütige Wartezeiten einlegen).

Mit einem 20-min-Takt bräuchte man keine Anschlüsse mehr, diese würden sich von alleine ergeben.

Hätte man in Witterschlick einen Mittelbahnsteig, könnte man den ersten Teil bis Bonn auch elektrifizieren, mit E-Talent 2 (oder vernünftigeren Fahrzeugen fahren) und dann in Witterschlick einen Zwangsumstieg für Durchreisende machen. Dort kann man dann sauber von 20-min-Takt auf 30-min-Takt übergehen. In die Mitte noch einen Kiosk stellen um die Umsteigenden bei Laune zu halten.

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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von DER PLANER » Dienstag 21. Oktober 2014, 08:19

Wir können ja mal einen Wettbewerb so nach dem Motto "Nachwuchs forscht" oder "der mündige Bürger gestaltet mit" durchführen. Wer erstellt den optimalsten Fahrplan und berücksichtigt dabei nicht nur persönliche Interessen? Bin gespannt auf kreative Vorschläge... :lol:

Rolf
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Re: 2015er Fahrplan ist online

Beitrag von Rolf » Dienstag 21. Oktober 2014, 08:43

Ich finde es absurd und skandalös, dass erst Millionen in die Infrastruktur investiert werden, um die Fahrtzeiten zu optimieren (was an sich natürlich sehr sinnvoll ist), und dann schaffen irgendwelche Amateure völlig untaugliche Züge an, so dass der ursprünglich angekündigte Fahrplan nicht zu halten ist. Im gemischten Betrieb kann man derzeit doch tagtäglich sehen, dass die Fahrtzeiten mit dem Talent durchaus zu halten sind, mit dem unsäglichen Lint jedoch nicht. Dabei erkennt ein erfahrener Pendler doch schon auf den ersten Blick, was der Lint für Unzulänglichkeiten hat. Wie kann man nur so offensichtlich untaugliche Fahrzeuge anschaffen?! Hier und in anderen Eisenbahnforen wurde doch rechtzeitig davor gewarnt, was nun genau so eingetreten ist. Und was passiert? Anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, wird der Fahrplan geändert, die Fahrtzeiten werden gestreckt. Damit wird das Versagen der Entscheider vertuscht. Meines Erachtens wäre für diesen fahrlässigen Umgang mit Steuergeldern Schadenersatz fällig. Was aber passiert den Verantwortlichen? Nichts! Eigentlich müssten für diesen Beschaffungsskandal "Köpfe rollen", stattdessen werden die Verantwortlichen vermutlich befördert und leiten demnächst ein Eisenbahnunternehmen oder sonst was. Eine demokratische Kontrolle findet praktisch nicht statt, weil das Konstrukt aus Anbieter, Besteller, regionalen Verantwortlichen und anderen Beteiligten so undurchsichtig ist, dass die Verantwortlichkeiten immer irgendwie auf andere abgewälzt werden können und am Ende niemand die Verantwortung trägt. Daher laufen Beschwerden auch regelmäßig ins Leere. Immer ist der andere Beteiligte Schuld. Als langjähriger Nutzer der ÖPNV habe ich vielfach erlebt, dass Anregungen oder Beschwerden im Nirwana zwischen den verschiedenen Beteiligten landen. Man wird stets abgewimmelt und bekommt allenfalls nichtssagende Standardbriefe auf berechtigte Anliegen. Ein Trauerspiel. Früher war einzig und allein die DB zuständig, heute sind diverse Institutionen und Personen beteiligt. Hier bewahrheitet sich einmal mehr das alte Sprichwort, dass viele Köche den Brei verderben. Besonders dann, wenn einige Köche nicht richtig kochen können. So stellt sich das Thema Lint-Anschaffung für das Kölner Dieselnetz für mich dar, und das ist ein unsägliches Trauerspiel.
Zuletzt geändert von Rolf am Dienstag 21. Oktober 2014, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.

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