Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Voreifelbahn (Bonn - Rheinbach - Euskirchen)
Lupushortus
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Lupushortus » Dienstag 7. April 2015, 22:05

bluesbrother hat geschrieben:Rechner abgestürzt. Zu Hause fährst du das Ding einfach wieder hoch und 5 Minuten später wird wieder gedaddelt. Hier ist es dann etwas komplizierter und dauert etwas länger.
Muss die Strecke dann mit Zs1 oder 7 "freigefahren" werden? Gibt es eigentlich einen Plan B, wenn der Rechner gar nicht mehr will, z.B. Zugleitbetrieb per Befehl?

Viele Grüße
Marco

Big Steve
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Big Steve » Dienstag 7. April 2015, 22:31

Problem sind aber dann die Weichen, wie kommt man dann aneinander vorbei?

Lupushortus
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Lupushortus » Dienstag 7. April 2015, 22:47

Big Steve hat geschrieben:Problem sind aber dann die Weichen, wie kommt man dann aneinander vorbei?
...guter Punkt :cry:
Tolle neue Technik - effizient, vielseitig, leistungsfähig. Und ein Mimose... dann stehen die Räder still :(

Eifel215
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Eifel215 » Dienstag 7. April 2015, 23:09

Lupushortus hat geschrieben:Tolle neue Technik - effizient, vielseitig, leistungsfähig. Und ein Mimose... dann stehen die Räder still :(
Wie schrieb jemand im Nachbarforum: ESTW = extrem störanfällige Technik zum weglaufen :mrgreen:
http://www.das-rad-und-schiene-forum.de ... f=4&t=1723

In Meckenheim dürfte es sich ja zwischenzeitlich "ausgeklingelt" haben :roll:

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PhW
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von PhW » Mittwoch 8. April 2015, 00:21

So ist das, wenn die Gesamtfunktion von einer "Baugruppe", in diesem Fall: Rechner abhängt. Leider nicht besonders ausfallsicher.

Ich frage mich ja, wozu auf den meisten Hauptsignalen im Bahnhof Euskirchen Zusatzanzeiger montiert sind. Ich habe zumindest bisher noch keinen in Funktion gesehen.
Was soll(t)en die denn mal anzeigen?

Naja, hoffentlich läufts morgen wieder rund...

Und ausgeklingelt hat es sich leider wirklich. Wahrscheinlich sogar endgültig.

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Zavelberg
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Zavelberg » Samstag 25. April 2015, 09:32

Moin,

das Diskutieren geht weiter, hei ein Link zum General Anzeiger...

http://www.general-anzeiger-bonn.de/reg ... 18007.html

Gruß aus der Voreifel

Ralf

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DER PLANER
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von DER PLANER » Samstag 25. April 2015, 14:31

Ich war bei der gemeinsamen Sitzung der beiden Planungs- und Verkehrausschüsse in Siegburg. Dort wurde von DB Regio in einer Grafik gezeigt, dass die Pünktlichkeit der Voreifelbahn inzwischen mit 96,8 Prozent wieder fast auf dem hohen Niveau des Jahres 2010 liegt. Dies ist umso bemerkenswerter, weil der schlechte Monat Januar 2015 mit vielen Verspätungen und Ausfällen dabei berücksichtigt ist. Als verspätet werden bei dieser Statistik Züge ab 5 Minuten gewertet.

Die Kritik der Pendler und Kommunalpolitiker betrifft daher inzwischen bei der Voreifelbahn nicht mehr unbedingt die Pünktlichkeitsquote, sondern eher den aktuellen Fahrplan und die Fahrzeiten.
Zur Erinnerung: Die Umstellung des Halbstundentaktes zwischen Bonn und Euskirchen von 90 auf 120 Minuten-Umläufe bedingt in Euskirchen längere Übergangszeiten von und zu den Zügen der Eifelstrecke (4 bis 5 Minuten längere Umsteigezeiten), ermöglicht nun aber auch längere Wendezeiten, so dass Verspätungen bis zu 10 Minuten nicht zwangsläufig auf die Gegenrichtung übertragen werden.

Immerhin wird es ab Dezember einen glatten 15-Minuten-Takt zwischen Bonn und Rheinbach und eine Fahrzeitverkürzung von einer Minute geben. Außerdem werden bis zum Sommer die technisch bedingten Systemzeiten für Öffnen und Schließen der Türen an den Bahnsteigen von derzeit 35 auf 26 Sekunden reduziert, wenn die geplante Änderung der Türsoftware durch das EBA freigegeben wird.

Die planmäßigen Zugkreuzungen Odendorf mit Aufenthalt in Fahrtrichtung Bonn bleiben aber bestehen. Klare Aussage der beiden Vetreter des NVR war: Den alten Fahrplan mit Kreuzung in Rheinbach wird es nicht mehr geben, zumindest nicht mit Dieseltraktion.

Die Planungs- und Verkehrsausschüsse haben sich einstimmig für eine Elektrifizierung deutlich vor dem Jahr 2033 entschieden. Kosten: Mindestens 50 Millionen Euro für die Elektrifizierung und nochmal mindestens 12 x 6 Mio für eine neue Fahrzeugflotte für die S23, wenn vor 2033 umgestellt wird. Wie das finanziert werden soll und ob es rechtlich überhaupt möglich ist, Teile des Dieselvertrages während der Laufzeit zu ändern, kann noch niemand sagen. Erstmal werden wir alle mit dem Status Quo zurechtkommen müssen.

Gruß
DER PLANER

Eifel215
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Eifel215 » Samstag 25. April 2015, 18:35

Bei der Ausschreibung der Strecke war es Bedingung, dass die vier neuen Haltepunkte (Rheinbach-Römerkanal, Impekoven, Helmholtzstraße, Endenich-Nord) ohne Fahrzeitverlust in den Fahrplan integriert werden. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass das nicht einzuhalten ist.
So was liebe ich ja, wenn Ausschreibungen gemacht werden die völlig unrealistisch sind nur um ein politisches Projekt durchzusetzen.
Aber wir hatten ja anderenorts schon festgestellt das der Fehler im System liegt.

Rolf
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Rolf » Sonntag 26. April 2015, 13:31

Nach anfänglicher Zurückhaltung wegen der viel zu hohen Störungsquote nutze ich die S 23 wieder häufiger. Ich kann bestätigen, dass sie pünktlicher ist als zu Jahresbeginn. Man kann sich wieder einigermaßen auf die Bahn verlassen. Mit weitaus größerer Sorge betrachte ich dagegen die Situation der Fahrräder. Da viele Züge nur einteilig gefahren werden, gibt es oft nur ein Fahrradabteil (im Gegensatz zu den Talenten in Doppeltraktion). Obwohl die Saison gerade erst anläuft, habe ich schon Situationen beobachtet, bei denen 6 Fahrräder das ganze Abteil blockiert haben. Wegen der beiden quer eingebauten Sitzreihen an beiden Zugängen und wegen der überflüssigen frei stehenden Griffstangen ist das Fahrradabteil schwer zugänglich. Bei etwas mehr Andrang wird es unweigerlich zu Staus und Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg kommen. Ich kann den Verantwortlichen daher nur dringend raten, die quer eingebauten Sitze am Zugang zum Mehrzweckabteil und die Griffstangen auszubauen, wenigstens in der Sommersaison.

Val
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von Val » Sonntag 26. April 2015, 20:09

DER PLANER hat geschrieben:Ich war bei der gemeinsamen Sitzung der beiden Planungs- und Verkehrausschüsse in Siegburg.
Ach, du auch?
Dort wurde von DB Regio in einer Grafik gezeigt, dass die Pünktlichkeit der Voreifelbahn inzwischen mit 96,8 Prozent wieder fast auf dem hohen Niveau des Jahres 2010 liegt. Dies ist umso bemerkenswerter, weil der schlechte Monat Januar 2015 mit vielen Verspätungen und Ausfällen dabei berücksichtigt ist. Als verspätet werden bei dieser Statistik Züge ab 5 Minuten gewertet.

Die Kritik der Pendler und Kommunalpolitiker betrifft daher inzwischen bei der Voreifelbahn nicht mehr unbedingt die Pünktlichkeitsquote, sondern eher den aktuellen Fahrplan und die Fahrzeiten.
Die Pünktlichkeitsquote berechnet sich ja auch nach dem aktuellen Fahrplan und nicht nach dem ausgeschriebenen, von daher kann man durchaus diskutieren, ob die Werte so vergleichbar sind. Mich erinnerte das ein wenig an das immer wieder beobachtete Phänomen, dass Langsamfahrstellen in der Statistik beseitigt werden, indem man die niedrigere Geschwindigkeit in den normalen Fahrplan einarbeitet.
Immerhin wird es ab Dezember einen glatten 15-Minuten-Takt zwischen Bonn und Rheinbach und eine Fahrzeitverkürzung von einer Minute geben. Außerdem werden bis zum Sommer die technisch bedingten Systemzeiten für Öffnen und Schließen der Türen an den Bahnsteigen von derzeit 35 auf 26 Sekunden reduziert, wenn die geplante Änderung der Türsoftware durch das EBA freigegeben wird.
Der saubere Takt ist auf jeden Fall ein Fortschritt.
Die Planungs- und Verkehrsausschüsse haben sich einstimmig für eine Elektrifizierung deutlich vor dem Jahr 2033 entschieden. Kosten: Mindestens 50 Millionen Euro für die Elektrifizierung und nochmal mindestens 12 x 6 Mio für eine neue Fahrzeugflotte für die S23, wenn vor 2033 umgestellt wird. Wie das finanziert werden soll und ob es rechtlich überhaupt möglich ist, Teile des Dieselvertrages während der Laufzeit zu ändern, kann noch niemand sagen. Erstmal werden wir alle mit dem Status Quo zurechtkommen müssen.
Die Möglichkeiten zu untersuchen, schadet auf keinen Fall. Außerdem schadet es sicher nicht, dafür zu sorgen, dass fertige Pläne für die Elektrifizierung möglichst früh in der Schublade liegen. Wenn ich denke, wie lange sich der Bau der zusätzlichen Haltepunkte und die Zweigleisigkeit Duisdorf-Witterschlick hingezogen haben, kann man damit nicht früh genug anfangen.

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DER PLANER
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Re: Verspätungen RB23 - Die Never-Ending-Story

Beitrag von DER PLANER » Montag 27. April 2015, 19:46

Val hat geschrieben:Die Pünktlichkeitsquote berechnet sich ja auch nach dem aktuellen Fahrplan und nicht nach dem ausgeschriebenen, von daher kann man durchaus diskutieren, ob die Werte so vergleichbar sind.
Na und?
Pünktlich ist pünktlich. Oder müssen wir bei einem Vergleich jetzt auch berücksichtigen, dass es seit 2010 eine neue Signaltechnik und einen neuen zweigleisigen Abschnitt gibt? Außerdem weniger störanfällige Bahnübergänge und eine geänderte Infrastruktur in Bonn und Euskirchen. So gesehen wäre nie ein Vergleich möglich. Wer weiß, wie es heute mit der alten Infrastruktur aussähe. Was ist das für eine Logik. Wir haben einen Fahrplan, der einigermaßen pünktlich gefahren werden kann, so dass die Züge so fahren, wie es im Fahrplan steht. Nur das zählt!

Übrigens: Beim Ausschreibungsfahrplan hätte es den so dringend gewüschten glatten 15-Minuten-Takt nie gegeben!

Gruß
DER PLANER

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